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Unbekannte besprühen Wagen eines Trierer Sportfischers

Hoher Schaden : Unbekannte besprühen Wagen eines Trierer Sportfischers

Eine böse Überraschung hat Kai Schwind aus Trier am Samstagabend erlebt. Der Hobby-Sportfischer hatte seinen Kleinbus gegen 20 Uhr in einem Weinbergsweg an der Obermosel abgestellt, um in der Mosel zu angeln.

Als er eine Stunde später zurückkehrte, traute er seinen Augen nicht. Auf seinem Wagen prangten in knallroter Farbe die Worte Tierquäler und Mörder.

„Ich war echt geschockt“, sagt der 33-Jährige, der im öffentlichen Dienst arbeitet. „So was muss nicht sein. Man kann gerne mit mir reden, ich bin für jedes Gespräch offen, aber so einen Schaden anzurichten“ – dafür hat Schwind kein Verständnis. Mehr als 6000 Euro werde ihn die Reparatur kosten, berichtet er. Der oder die Täter hätten keinen normalen Buntlack verwendet, den man mit Verdünnung ganz schnell wegbekomme. Er habe am Sonntag den ganzen Tag mit scharfem Reiniger geschrubbt. „Derjenige, der das getan hat, wusste, was er macht“, sagt Schwind. Sein Wagen müsse komplett neu lackiert werden und auch die Inneneinrichtung müsse neu gemacht werden, da der Sprühnebel durch die Türen gegangen sei.

Auf den Kosten bleibt Schwind sitzen, die Versicherung zahle nichts, sagt er. Wegen der abgelegenen Lage geht die Trierer Polizei laut Sprecher Marc Fleischmann nicht davon aus, dass es Zeugen für den Vorfall gibt. Bisher gibt es keinen Verdacht, wer für die Sachbeschädigung verantwortlich sein könnte.

Aber nicht nur mit dem Schaden hat Schwind Ärger. Nachdem er den Vorfall auf Facebook gepostet hatte, ist er bereits mehrfach belästigt worden, sowohl von anonymen Anrufern als auch von Facebook-Nutzern per Nachricht. Die unbekannten Anrufer beschimpften ihn ebenfalls als Tierquäler.

Schwind hofft derweil, dass der Täter gefasst wird, und bittet auf Facebook darum, sich mit Hinweisen an die Polizei Trier zu wenden.