Unbekanntes Öl-Leck

Woher die erhebliche Menge Öl stammt, die am Dienstag im Ehranger Hafen in die Mosel gelangt ist (TV vom Mittwoch), steht noch nicht fest. Dass der Treibstoff wie vermutet aus einem belgischen Frachtschiff ausgetreten ist, konnte die Wasserschutzpolizei nicht nachweisen.

Trier. (woc) "Die Ermittlungen sind schwierig, theoretisch könnte das Öl aus jedem Schiff oder auch aus Maschinen und Fahrzeugen auf dem Hafengelände stammen", erklärte Dietmar Esch, Leiter der Trierer Wasserschutzpolizei, gestern auf TV-Anfrage. Der mit 14 Jahren für ein Schiff recht junge belgische Frachter "Nordica", um den herum der Ölteppich sich am Dienstagmittag ausgebreitet hatte, durfte den Ehranger Hafen gestern verlassen. "Bei unserer Kontrolle des Schiffsbetriebs waren keine Mängel feststellbar", erklärte Esch. Die Wasserschutzpolizei ermittelt weiter. "Sobald Gewässer mit einer nicht unerheblichen Menge einer fremden Substanz verunreinigt wird, liegt eine Straftat vor", sagte Esch. Das gelte auch bei technischen Defekten, zum Beispiel infolge mangelnder Wartung.

Wie viel Öl in das Trierer Hafenbecken geflossen ist, steht ebenfalls noch nicht fest. Die Untersuchungsergebnisse der Feuerwehr und der Fachfirma, die das Öl abgepumpt und aufgenommen hatten, liegen noch nicht vor.

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