Und das soll Liebe sein?

Häusliche Gewalt ist das Thema einer Ausstellung, die im Foyer der Sparkasse in der Theodor-Heuss-Allee zu sehen ist. Initiatoren sind das Frauenhaus und die Interventionsstelle.

Trier. Bürgermeisterin Angelika Birk bringt es in ihrem Grußwort zur Ausstellungseröffnung "Warnsignale" auf den Punkt: "Die Vorboten von Gewalt werden oft fehlinterpretiert." Einige dieser Vorboten sind die Sprüche und Cartoons auf Tafeln, die im Foyer der Sparkasse in der Theodor-Heuss-Allee aufgestellt sind und zum Nachdenken über die eigene Beziehung anregen.
In mehreren Sprachen ist dort zum Beispiel zu lesen: "Du bist Sonne, Mond und Sterne für mich". Ein Satz, der sich aus dem Mund des Partners schön anhört. Er kann aber auch darauf hindeuten, dass in dieser Beziehung kein Platz für andere soziale Kontakte und Interessen bleibt und in einem Gefängnis endet - und schlimmstenfalls in häuslicher Gewalt. "Warnsignale" rechtzeitig zu erkennen und einzuordnen, um den Teufelskreis zu durchbrechen - das ist das Ziel der Ausstellung.
Beate Hecker von der Interventionsstelle Trier ist froh, dass die Sparkasse sofort bereit war, ihre Räume zur Verfügung zu stellen. "An diesem öffentlich frequentierten Ort erreicht sie Menschen, die sonst nicht mit diesem Thema in Berührung kommen." Untermalt wird die Ausstellungseröffnung durch Livemusik von Claudia Vervy.
Neben Angelika Birk und Beate Hecker richten auch Helga Etienne von der Sparkasse und Jutta Kap vom Frauenhaus das Wort an die zahlreich erschienenen Besucher. Kap weist auf das Buch "Und das soll Liebe sein?" von Rosalind B. Penfold hin, dem die Zeichnungen und Sätze auf den ausgestellten Tafeln entnommen sind und die den langen Weg einer bedrohlichen Beziehung aufzeichnen.
Bis Freitag, 14. November, sind die "Warnsignale" während der Geschäftszeiten der Sparkasse zu sehen. Frauen, die bereits erste Warnsignale erkannt haben oder eine Schieflage in ihrer Beziehung fürchten, können sich bei <%LINK auto="true" href="http://www.warnsignale-gewalt.de" class="more" text="www.warnsignale-gewalt.de"%> oder telefonisch unter 02043/681660 über Hilfsangebote informieren.
kap