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Unfallbilanz der Trierer Polizei: Weniger Unfälle in der Stadt - Hauptursachen: Zu nahes Auffahren

FOTO: Agentur Siko
Trier.. 4263 Unfälle haben sich 2016 auf den Trierer Straßen ereignet. Das hat die Polizeiinspektion bei der Vorstellung der Unfallbilanz mitgeteilt. Die Zahl der Unfälle ist damit im Vorjahresvergleich leicht gesunken. Michael Schmitz

Im Jahr 2016 nahmen die Beamten der Polizeiinspektion (PI) Trier insgesamt 4263 Verkehrsunfälle auf (4314 im Jahr 2015). Bei 468 Verkehrsunfällen wurden insgesamt 614 Menschen verletzt, davon 1 tödlich, 70 schwer und 543 leicht. Das sind 22 Verletzte weniger als im Jahr 2015, teilt die PI am Mittag mit.

Zu den Hauptunfallursachen zählte erneut das Nichteinhalten des Sicherheitsabstandes. Aus diesem Grund ereigneten sich 2013 Verkehrsunfälle (47,2 Prozent aller aufgenommenen Verkehrsunfälle).
Weiter gehören Fehler beim Abbiegen, Wenden und rückwärts fahren sowie falsches Einfahren in den fließenden Verkehr zu den Hauptursachen von Verkehrsunfällen, die sich in Trier ereigneten. Alleine 1075 Verkehrsunfälle waren auf diese Ursachen zurück zu führen.
Die Nichtbeachtung der Vorfahrt führte in 253 Fällen zum Verkehrsunfall. Bei diesen Unfällen kamen 89 Menschen zu Schaden.

Weitere Unfallursachen waren Fehler durch unangepasste Geschwindigkeit. Im vergangenen Jahr wurden alleine 146 solcher Unfälle aufgenommen.

Bei 49 Unfällen waren Kinder beteiligt. Hierbei wurden 41 Kinder verletzt. Alleine 22 Kinder wurden verletzt, weil sie als Mitfahrer in einem Fahrzeug saßen, das in einen Verkehrsunfall verwickelt war. Weiter wurden noch 6 Kinder als Fußgänger und 10 als Radfahrer verletzt.

Leicht gesunken ist die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Fahrradfahrern. An 141 Unfällen waren Fahrradfahrer beteiligt. Dies sind 10 Verkehrsunfälle weinger als in 2015. Bei 78 dieser Unfälle waren die Fahrradfahrer auch Unfallverursacher! Dies ist umso bedenklicher, als bei Zusammenstößen zwischen Fahrrad und PKW der Fahrradfahrer meist verletzt wird. Die Hauptunfallursachen in diesem Bereich sind die Benutzung falscher Fahrbahnteile, wie z.B. Gehwege oder Fußgängerüberwege und das falsche Einfahren in den fließenden Verkehr z.B. aus Grundstückseinfahrten.

Leicht angestiegen ist auch die Zahl der Unfälle, an denen junge Fahrer im Alter von 18 - 24 Jahren beteiligt waren. 1094 Mal rückten die Beamten der Polizeiinspektion Trier zu solchen Verkehrsunfällen aus. Dies entspricht einer Zunahme von 8 Unfällen. Hierbei wurden 156 Personen verletzt. Hauptunfallursachen waren ungenügender Sicherheitsabstand, unangepasste Geschwindigkeit und Vorfahrtsmissachtung.

Insgesamt waren bei 81 Verkehrsunfällen Alkohol, Drogen oder Medikamenteneinfluss die Hauptunfallursache. Dies entspricht etwa 1,9 % des Gesamtunfallaufkommens.

Seit Jahren setzt die Polizeiinspektion Trier sowohl auf die Prävention als auch auf die regelmäßige Durchführung entsprechender Verkehrskontrollen. Im letzten Jahr wurden 283 Straf- und Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen Fahrens unter Alkohol- oder Drogeneinwirkung eingeleitet. 107 Mal konnten die Beamten gerade noch rechtzeitig eine Trunkenheitsfahrt verhindern und Fahrzeugschlüssel bzw. Führerscheine sicherstellen.

Im vergangenen Jahr waren 65 Fußgänger an Verkehrsunfällen unmittelbar beteiligt. 1 Fußgänger wurde tödlich, 20 schwer und 44 leicht verletzt.

An 859 Unfällen waren Senioren, d.h. Verkehrsteilnehmer im Alter von 65 Jahren oder älter beteiligt. Das sind 20 Prozent aller Verkehrsunfälle. In 400 dieser Fälle waren die Personen über 75 Jahre alt. Insgesamt wurden 104 Senioren verletzt.

Im Bereich der Verkehrsunfallfluchten ist die Zahl von 986 im Jahr 2015 auf 936 in 2016 gesunken. Die Aufklärungsquote liegt hier bei 42,6 Prozent, so dass fast jede zweite Unfallflucht aufgeklärt werden konnte.