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Ungewöhnlicher Feuerwehreinsatz in Föhren - Blubbernder "Ölfilm" entpuppt sich als Naturphänomen

Ungewöhnlicher Feuerwehreinsatz in Föhren - Blubbernder "Ölfilm" entpuppt sich als Naturphänomen

Was im ersten Augenblick wie eine Umweltverschmutzung aussah, entpuppte sich im Industriepark Region Trier (IRT) bei Föhren als Naturphänomen. Ein blubbernder schwarzer Film auf der Oberfläche eines Weihers gab Feuerwehren und Fachbehörden zunächst Rätsel auf.

Foto: Frank Goebel
Foto: Agentur Siko

Mehr als 20 Feuerwehrleute sowie mehrere Sachbearbeiter von Umwelt-Behörden standen vor einem Rätsel. Wie kommt der schwarze "Ölfilm" auf einen Weiher im IRT?

Ein Fahrradfahrer hatte am vergangenen Montagnachmittag die Verfärbung auf einem der kleinen Seen entdeckt, die sich in dem Grünzug inmitten des Industrieparks befinden, und die Feuerwehr informiert. Als die ersten Einsatzkräfte vor Ort waren, gab es die Bestätigung: Da schwimmt etwas auf einem Teich, das wie ein schwarzer, blubbernder Ölfilm aussieht.

Er bedeckte rund 50 Quadratmeter. Umgehend wurde der Bereich abgesperrt. Mitarbeiter des Gefahrstoffzuges des Kreises nahmen Proben und prüften sie. "Wir gingen nach dem Ausschlussverfahren vor", berichtet der Wehrleiter der Verbandsgemeinde Schweich, Alexander Loskill. Tests, ob der ominöse Stoff alkalisch, basisch oder ein Öl ist, verliefen allesamt negativ. "Wir fanden auch keine Anzeichen einer Verschmutzung in anderen Teichen oder bei Zu- und Abläufen", sagt Loskill. Schließlich wurde der Landkreis als zuständige untere Wasserbehörde hinzugezogen.

Im Verlauf des Nachmittags zeichnete sich ab, dass es eigentlich nur eine Lösung für das Phänomen geben konnte: Durch die lange Trockenheit in den vergangenen Monaten war der Teich nahezu ausgetrocknet gewesen. Dann regnete es innerhalb weniger Tage so viel, dass sich der Weiher wieder randvoll füllte. Vermutlich ist dabei Sauerstoff aus Hohlräumen aufgestiegen, die sich auf dem Grund des Teiches gebildet hatten. Daher das Blubbern.

Die schwarze Farbe auf der Wasseroberfläche stammt möglicherweise von Algen, die durch eine natürliche Reaktion in Verbindung mit dem nährstoffreichen Schlamm nach oben gestiegen sind, so die Vermutung der Wasserbehörde.

Eine Gefahr für Mensch und Natur könne ausgeschlossen werden. Sicherheitshalber veranlasste die Kreisverwaltung, dass der Teich noch einige Tage beobachtet wird.

Im Einsatz waren die Feuerwehren Föhren und Hetzerath, der Gefahrstoffzug des Landkreises, die Wehrleiter aus Schweich und Wittlich-Land sowie die Polizei Schweich.