Unglückliche Dezernenten

In der Trierer Kommunalpolitik rücken die drei Beigeordneten Simone Kaes-Torchiani, Georg Bernarding und Ulrich Holkenbrink (alle CDU) in den Fokus der Kritik, weil sie teilweise ungeschickt agieren. Baudezernentin Kaes-Torchiani gibt zum Beispiel eine unglückliche Figur beim Thema Aulbrücke ab.

Erst verlangt sie gemeinsam mit Oberbürgermeister Klaus Jensen vom Stadtrat (vergeblich) einen zeitlichen Aufschub der Entscheidung, ob saniert oder neu gebaut werden soll. Wenig später teilt sie mit, dass die marode Brücke komplett gesperrt werden muss. Da stellt sich die Frage, warum sie den Stadtrat und vor allem die CDU zuvor nicht davon überzeugen konnte, bis zu dieser wichtigen Information, die unmittelbar bevorstand, mit der Entscheidung über die Zukunft der Brücke zu warten. Derweil erleidet Bürgermeister Georg Bernarding offenbar Schiffbruch mit dem PPP-Projekt "Sanierung Südbad". Hier erfährt die Öffentlichkeit von ihm wenig bis nichts darüber, wie es mit dieser für die Bürger so wichtigen Freizeiteinrichtung weitergehen soll. Das nährt einmal mehr den Verdacht, Bernarding nehme dieses Projekt nicht so ernst.Schul- und Kulturdezernent Ulrich Holkenbrink hat schon lange Probleme im Schulbereich. Als es um den Runden Tisch und dessen Arbeit ging, versagte ihm sogar die CDU die Gefolgschaft, indem sie frühzeitig verkündete, Schließungen von Grundschulen dürfe es nicht geben. In der Kultur gibt es gleich mehrere Baustellen, unter anderem die Antikenfestspiele. Alles in allem besticht die Dezernentenriege derzeit nicht gerade durch tatkräftiges und umsichtiges Handeln - was sich zum Wohle der Stadt dringend ändern muss.

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