Universität Trier verleiht Ausonius-Preis

Universität Trier verleiht Ausonius-Preis

Ausgezeichneter Wissenschaftler: Der Historiker Werner Eck wird mit dem Ausonius-Preis der Universität Trier für seine Arbeit auf dem Gebiet der römischen Kaiserzeit ausgezeichnet.

Trier-Tarforst. Zum 14. Mal hat die Universität Trier den Ausonius-Preis verliehen. Ausgezeichnet wird in diesem Jahr der Kölner Historiker Werner Eck. Eck ist einer der führenden Vertreter der Geschichte und Epigrafik des kaiserlichen Imperium Romanum. Ausgezeichnet wird der 72-jährige für sein wissenschaftliches Lebenswerk. In seinen Arbeiten fragt er vor allem nach dem Funktionieren der Verwaltung des römischen Reichs.
Zwei Bücher für die Uni


Der gebürtige Nürnberger studierte in Erlangen Geschichte, Latein, Griechisch, Germanistik und Archäologie. Nach seiner Habilitation in Köln lehrte er an der Universität im Saarland, um darauf ordentlicher Professor in Köln zu werden.
Im Rahmen der Preisverleihung im Hörsaal der Universität Trier beschrieb Elisabeth Herrmann-Otto (Alte Geschichte) das Leben des Preisträgers. Die Urkunde überreichte Dekan Ulrich Port. In seinem Festvortrag behandelte Eck das Thema freigelassener Sklaven in der Gesellschaft des Imperium Romanum. Er beschreibt, wie aus Leibeigenen freie Männer werden, die an der Macht des Reichs teilhaben.
Die Universität Trier vergibt den Ausonius-Preis seit dem Jahr 1998 als Anerkennung für herausragende wissenschaftliche Arbeiten im Breich der Klassischen Philologie und der Alten Geschichte. Benannt ist die Auszeichnung nach dem spätantiken Dichter Ausonius, der im Jahre 365 als Lehrer und Erzieher an den kaiserlichen Hof nach Trier kam. "Gerne hätte ich ein Gedicht als Dank für den Preis verfasst. Aufgrund mangelnder Fähigkeiten kann ich der Universität Trier nur zwei Bücher schenken", sagte Preisträger Eck. Im September stehen dann seine Werke Corpus Inscriptionum Iudaeae/Palestinae, Band eins und zwei, für alle Interessenten bereit. ass

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