Unpopuläre Entscheidung

TRIER. Ab dem 7. Januar wird die Buslinie 3 nicht mehr über den Hopfengarten und am Mattheiser Weiher vorbei Richtung Weismark fahren. Das ist beschlossene Sache. Was den Verkehrsbetrieben der Stadtwerke Kosten sparen hilft, verärgert jedoch die Fahrgäste.

"Die Änderungen für die Linie 3 sind eine Unverschämtheit. Wenn man arbeitet, kann man sich nicht solche Umwege leisten, die bei der anderen Streckenführung auf einen zukommen", sagt Rosemarie Bisdorf (55). Gerade für ältere Leute sei es unzumutbar, wenn sie nicht mehr wie bisher direkt in die Saarstraße zum Einkaufen oder Arztbesuch fahren könnten. Auch der sonntägliche Weg zum Gottesdienst in die Abteikirche St. Matthias, in der auch die Messe für die ehemalige Pfarrei St. Valerius gefeiert wird, werde Menschen erschwert, die auf den Bus angewiesen sind, sagt Helene Metzen (67). "Es ist eine Unverschämtheit. Diejenigen, die den neuen Plan gemacht haben, fahren nicht Bus. Sonst wüssten sie besser, was den Fahrgästen zugemutet wird", sagt sie. Außerdem befürchten viele Fahrgäste, dass sie höhere Preise werden bezahlen müssen, da der Weg in die Saarstraße durch mehr Tarifzonen als bisher führen könnte. "Es ist eine Katastrophe. Ältere Leute, auch die aus dem Altenheim Härenwies, sind dann komplett abgeschnitten", kritisiert auch Anna Hartmann (40) die Pläne. Dass sich eine Bürgerinitiative stark dafür macht, dass die Veränderungen nicht umgesetzt werden, wie es Stadt und Stadtwerke beschlossen haben, begrüßt die 40-Jährige. Wenig Verständnis für die überarbeitete Routenführung finden auch jugendliche Bus-Nutzer, wie Lisa Vloeberghs (16): "Ich fahre häufig auf die Weismark, um Freunde zu besuchen oder um im Sommer ins Südbad zu gehen. Ich fände es besser, wenn die Linie 3 weiter dorthin fahren würde. Außerdem ist man näher an der Stadt, als auf der Strecke über die Weberbach."