Unterführung soll sicherer werden

Trier-Nord · Ein sicherer Schulweg von Kürenz zur Ambrosius-Grundschule sowie die Stärkung der eigenen Kompetenzen waren Themen im Ortsbeirat Trier-Nord. Vor allem forderten die Mitglieder eine frühzeitige Einbindung in städtische Entscheidungsprozesse.

Die Unterführung Avelsbacher Straße stellt vor allem für Kürenzer Kinder, die morgens zur Schule müssen, eine Hürde dar. Bis zum nächsten Schuljahr soll sie eine neue Beleuchtung und ein Geländer erhalten. TV-Foto: Dorothee Quaré

Trier-Nord. Zurzeit werden sie mit dem Bus zu ihrer neuen Schule gefahren, die Kinder aus Kürenz, die nun nach St. Ambrosius gehen. Im nächsten Schuljahr könnte sich dies ändern: Der Fußweg durch die Unterführung Avelsbacher Straße soll bis dahin sicherer werden. Wolfgang van Bellen, Leiter des städtischen Tiefbauamts, präsentierte die Vorlage dem Ortsbeirat Trier-Nord, der sie einstimmig begrüßte. Geplant sind eine neue Beleuchtungsanlage für den Tunnel sowie ein Geländer zur Abgrenzung der Fahrbahn, um mehr Sicherheit für Schulkinder zu schaffen.
Die Bahn als Besitzerin des Tunnels soll wegen einer Reinigung der Wände angesprochen werden, "damit man den hellen Stein wieder sieht." Eine Abkürzung von der Avelsbacher Straße zur Metternichstraße, bislang ein Trampelpfad, soll befestigt werden. Für den Zebrastreifen über die Metternichstraße ist eine Querungsinsel vorgesehen, Markierung und Beleuchtung sollen dort erneuert werden sowie der Belag in der Dr.-Altmann-Straße. Insgesamt werden 95 000 Euro bereitgestellt. Ergänzend dazu schlug van Bellen verkehrserzieherische Maßnahmen vor, etwa eine Aktion "gelbe Füße" nach dem Vorbild in Feyen und Pfalzel.
Ein weiteres Thema im Beirat war die Stärkung der Kompetenzen des Ortsbeirats und des Ortsvorstehers. "Beschlossene Maßnahmen sollte die Stadt schneller umsetzen", wünschte sich Matthias Melchisedech (CDU). In Dezernatssitzungen solle die Meinung des Beirats mehr Berücksichtigung finden. Sein Parteikollege Philipp Bett sprach sich für eine "Pro-Ortsbeirat-Kampagne" aus, um mehr Interessenten für das Ehrenamt zu gewinnen. Thorsten Kretzer (Grüne) merkte an, in manchen anderen Städten im Land habe der Ortsbeirat deutlich mehr Kompetenzen als in Trier. Er wünschte sich bei der Verwaltung einen Ansprechpartner für die Belange der Ortsbeiräte.
Einig waren sich die Mitglieder in der Ablehnung einer Reduzierung der Ortsbeiratsmitglieder. Ortsvorsteherin Maria Duran Kremer (SPD) monierte, oft erhalte sie keine zeitnahen Informationen etwa zum Abrufen von Mitteln. Sie resümierte, der Kontakt mit der Stadt müsse "schneller, flexibler und effizienter" werden. Ein direkter Ansprechpartner könne die Verbindung zu den Ämtern herstellen. "Und die Verwaltung sollte eine Möglichkeit finden, die Ortsbeiräte frühzeitig in die Entscheidungsfindung miteinzubeziehen."
Die Pfarreiengemeinschaft St. Ambrosius/Bonifatius/Martin/Paulin erhält 800 Euro für die Ausrichtung des städtischen Martinszugs; 6000 Euro gehen an das Bürgerhaus Trier-Nord, das für seine Begegnungsräume neue Tische und Stühle benötigt. Für das Projekt BID Paulinstraße steuert der Ortsbeirat für das zweite Jahr, beginnend ab März, erneut 5000 Euro bei.