Unwetter wütet über vorderem Hochwald

Unwetter wütet über vorderem Hochwald

Ein Unwetter über dem vorderen Hochwald hat am Freitag hohen Sachschaden angerichtet. In Osburg wurde ein Bewohner durch einen Blitzeinschlag leicht verletzt. In Farschweiler sind Keller vollgelaufen, und in einigen Häusern drang das Wasser sogar in die Wohnungen ein.

Osburg/Farschweiler. Ein starkes Gewitter- und Regengebiet ist am gestrigen Freitag über die Region hinweggezogen. Schwer traf es am Nachmittag die beiden Hochwaldgemeinden Osburg und Farschweiler.

Gegen 15.50 Uhr wurde Osburg von einem heftigen Donnerschlag erschüttert - ein Blitz war in ein Entlüftungsrohr am Dach eines Einfamilienhauses in der Nähe des Ortsrands eingeschlagen. Im Gebäude hinterließ der Blitz eine Spur der Verwüstung, und ein allein anwesender Bewohner erlitt einen Stromschlag. Der Mann wurde vorsorglich zur Beobachtung in ein Krankenhaus gebracht.

Steckdosen aus der Wand gesprengt



Im Gespräch mit dem TV zog der Osburger Wehrführer Christian Melcher eine Schadensbilanz: Der Schornstein des Hauses ist gesplittert, ebenso einige Dachbalken. Im Hausinneren wurden Steckdosen und Schalter aus der Wand gesprengt und Elektrogeräte beschädigt - vermutlich muss die gesamte Hauselektrik erneuert werden. Die Osburger Feuerwehr war mit der Suche nach versteckten Brandnestern gerade fertig, als die nächste Alarmierung eintraf. Starkregen hatte im Nachbarort Farschweiler eine ganze Häuserreihe und ein weiteres Einzelhaus geflutet. Auch der noch nicht fertiggestellte Anbau des Bürgerhauses lief voll.

Im Einsatz waren mit rund 50 Kräften die Feuerwehren von Farschweiler, Osburg, Thomm, Waldrach und Mertesdorf.

Einsatzleiter Josef Hartmann, Wehrleiter der Verbandsgemeinde Ruwer, gestern Abend zum TV: "Das Wassermassen hatten sich aus dem Wald oberhalb von Farschweiler die Böschung hinab und über die Zufahrtsstraße zur B 52 in den Ort ergossen."

Das Wasser schoss über eine Straßenbaustelle, wobei es Geröll und Schlamm mitriss, und flutete schließlich die Keller von vier Häusern. In einigen Gebäuden drang die braune Flut bis ins Parterre vor und stand zentimeterhoch in den Wohnungen.

Geflutet wurde auch der Keller eines weiteren Hauses in Nähe der Kirche. Dort stammte das Wasser von einem nahegelegenen Feld, das die Regenmengen nicht mehr hatte aufnehmen können. Hartmann: "Die Situation war dort kritisch, weil im Keller ein Flüssiggas tank geflutet wurde und aufzuschwimmen drohte."

Mithilfe eines Baggers gelang es der Feuerwehr am späten Nachmittag, die aufgestauten Wassermassen zu einem Ablaufgraben zu leiten. Der Einsatz der Feuerwehren in Farschweiler dauerte bis gegen 20 Uhr.