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(Update) Tödliches Bahnunglück in Trier: Polizei spricht von tragischem Unfall

(Update) Tödliches Bahnunglück in Trier: Polizei spricht von tragischem Unfall

Tragisches Ende einer durchzechten Nacht: Zwei Studenten sind an Fronleichnam im Trierer Stadtteil Pallien von einem Güterzug erfasst und getötet worden. Die jungen Männer hatten auf den Gleisen gesessen und wollten noch eine Flasche Wein trinken und bemerkten den Zug wohl nicht, der trotz Bremsung herannahte.

 Ein Zug hat am Donnerstag in Trier-West zwei Menschen erfasst. Diese sind gestorben.
Ein Zug hat am Donnerstag in Trier-West zwei Menschen erfasst. Diese sind gestorben. Foto: Agentur siko

Das tragische Geschehen ereignete sich am Donnerstag um 10.05 Uhr: Der Lokführer des in Richtung Saarland fahrenden Autotransportzugs hatte nach Polizeiangaben ausgangs einer langen Kurve die beiden Männer auf den Gleisen gesehen und umgehend eine Schnellbremsung eingeleitet und Hupsignale gegeben. Das Unglück vermochte er aber nicht mehr zu verhindern. Die 25 und 22 Jahre alte Studenten aus einem Mittelmoselort und aus Trier-West saßen etwa auf halber Strecke des Bremswegs. Sie waren sofort tot, der Lokführer erlitt einen Schock. Laut Polizei hatten mehrere Passanten unabhängig voneinander die Männer am Donnerstagvormittag auf die drohende Gefahr hingewiesen und zum Verlassen der Gleise zu bewegen versucht, allerdings ohne Erfolg: "Sie sind immer wieder zurückgegangen." Offenbar, um mit einer Flasche Wein eine fröhliche Nacht ausklingen zu lassen.

Wie viel Alkohol sie konsumiert hatten, soll mit einer gerichtsmedizinischen Untersuchung festgestellt werden. Den herannahenden Zug haben die Studenten nach Einschätzung der ermittelnden Kriminalpolizei nicht gehört - er wurde von einer neuen und besonders geräuscharmen E-Lok gezogen. Die Polizei geht nach den Worten von Präsidiumssprecher Uwe Konz von einem tragischen Unglücksfall aus. "Hinweise auf ein Verschulden Dritter gibt es nicht", hieß es am Freitag. Die ausschließlich von Güterverkehr befahrene Bahnstrecke zwischen Trier-Ehrang und Igel war rund zwei Stunden gesperrt. Behinderungen gab es nur im Autoverkehr, weil der Zug einen vielbefahrenen Bahnübergang in Trier blockierte.