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Uranus: Zukunft weiter ungewiss

Uranus: Zukunft weiter ungewiss

Was aus dem ehemaligen Gastronomie-Schiff Uranus wird, das bislang während der Sommermonate auf Höhe des Hotels "Estricher Hof" am Moselufer lag, ist weiter ungewiss. Mittlerweile liegt das 1973 als Minensuch-Schiff gebaute Boot im Trierer Hafen.

Trier. Das Wasser- und Schifffahrtsamt hat die Uranus in den Trierer Hafen schleppen lassen. Zuvor war der neue Schiffsbesitzer, Frank Assmann aus Frankfurt an der Oder, mehreren behördlichen Aufforderungen, das Schiff für die Wintermonate in einen hochwassersicheren Hafen zu bringen, nicht nachgekommen (der TV berichtete). "Wir haben von Herrn Assmann nichts mehr gehört und gesehen und deswegen die Verlegung des Schiffs selbst veranlassen müssen", erklärt Karl Herkel vom Wasser- und Schifffahrtsamt. Sollte der Schiffseigner sich weiterhin nicht melden, bliebe dem Amt am Ende nur übrig, die Uranus zu verschrotten. Immerhin schuldet Assmann der Behörde nicht nur die gut 3000 Euro für die Zwangsverlegung des Schiffs. Auch die Gebühr für den Winterliegeplatz im Trierer Hafen werden ihm in Rechnung gestellt.

Dabei war Assmann - wohl um in den Genuss von vergünstigten Liegeplatzgebühren für Mitglieder zu kommen - eigens der Segelsportabteilung des Post-Sport-Telekom-Vereins beigetreten, die den Monaiser Yachthafen betreibt. Doch der Verein hatte der Uranus die Einfahrt verwehrt. Denn die Schwimmfähigkeits-Erlaubnis des dringend sanierungsbedürftigen Schiffs ist abgelaufen. Könnte Schiffsbesitzer Assmann dieses wohl mehrere Tausend Euro teure Gutachten im Frühling nicht vorlegen, dürfte die Uranus nicht mehr aus dem Hafenbecken in die Mosel auslaufen - die Segelboot-Plätze des Hafens wären blockiert.

Gegenüber dem TV bekräftigte der ehemalige Metzger Assmann nun sein Vorhaben, die Uranus zu sanieren. Schon im Sommer soll das Schiff wieder an seinem Ankerplatz oberhalb der Trierer Staustufe anlegen, an Deck sollen ein Imbiss und ein Biergarten eröffnet werden. "Das Gutachten für die notwendige Schwimmfähigkeits-Erlaubnis werde ich schnellstmöglich beauftragen", erklärt Assmann. 40 000 Euro will er nach eigenen Angaben in die Sanierung der Uranus stecken.

Wo das viele Geld für Gutachten, Liegeplatz und Sanierung herkommen soll, schien bislang allerdings fraglich. Aber mittlerweile habe er einen Partner gefunden, der in das Geschäft einsteigen würde, erklärt Assmann und verspricht: "Das ist jemand mit Geld, wir werden die Uranus definitiv wieder flott machen."