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Zentrumsnah, im Grünen und günstig: In Trier-West lässt es sich gut leben. Wiederholt wurde der schlechte Zustand mancher Wohnungen beklagt. In der Dauner Straße werden zur Zeit fünf Häuserblocks der Wohnungsbaugesellschaft gbt saniert. Die gute Nachricht: Weitere sollen folgen.

Immobilien : Gut und günstig wohnen im Westen

Zentrumsnah, im Grünen und günstig: In Trier-West lässt es sich gut leben. Wiederholt wurde der schlechte Zustand mancher Wohnungen beklagt. In der Dauner Straße werden zur Zeit fünf Häuserblocks der Wohnungsbaugesellschaft gbt saniert. Die gute Nachricht: Weitere sollen folgen.

Dauner Straße – wo ist die eigentlich? Die Antwort: Es ist eine kleine Sackgasse in Trier-West, parallel zur Hornstraße und mit Blick hoch zur Mariensäule, die  auf dem Markusberg thront. Fünf große Häuserblocks aus den 1960er Jahren stehen dort. Einige werden gerade saniert, andere sind bereits fertig. Ein kleines Grüppchen hat sich zum Ortstermin versammelt, darunter drei Vertreter der Wohnungsbau- und Treuhand gbt, Stadtteilmanagerin Renate Heineck und Oberbürgermeister Wolfram Leibe.

„Bereits vor fünfzehn Jahren haben wir mit nachhaltigen Sanierungsmaßnahmen begonnen“, sagt gbt-Vorstand Stefan Ahrling; zuletzt etwa im Schammat und am Weidengraben.

Im vergangenen Jahr wurde nun mit der grundlegenden Sanierung der gbt-Häuser begonnen. „Es sind insgesamt 82 Wohnungen, die in den Jahren 1962 und 63 gebaut worden sind“, informiert Ahrling. „Es ging damals darum, die Menschen aus den Elendsquartieren der Hornkaserne herauszubringen.“‚

Nun, gut fünfzig Jahre später, stellte die gbt fest, dass die Wohnungszuschnitte heutigen Erwartungen noch entsprechen: Die Drei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen haben großzügige Räume, ein separates Gäste-WC und eine Loggia. Auch die Abstände zwischen den Häuserblocks sind großzügig bemessen.

„Noch vor zehn Jahren hätte man sie wahrscheinlich abgerissen“, meint Oberbürgermeister Wolfram Leibe. „Heute hat man mehr Respekt vor der Baukultur der 60er-Jahre.“

Der Block mit den Hausnummern Dauner Straße 1 und 2 präsentiert sich in frischem Weiß. Die Fassade musste nicht abgetragen werden: Die Wärmedämmung war noch in Ordnung. Zug um Zug geht nun die Sanierung weiter; im kommenden Jahr sind die Häuser in der nahegelegenen Andreas-Hoevel-Straße dran: barrierefrei und mit neuer mineralischer Fassade.

gbt-Prokurist Heinrich Masselter wartet mit Details zu den laufenden Sanierungen auf: Erneuert wurden bereits die Flachdächer, zum wiederholten Mal die Fenster sowie die Hauseingänge; Lüftungsanlagen und Feuerwehrzugänge wurden ergänzt. Auch die Außenanlagen sollen ganz neu gestaltet werden. Kostenpunkt: insgesamt 2,7 Millionen Euro.

Nach und nach sollen die Wohnungen auch innen eine Rundumerneuerung bekommen. „Manche Mieter wohnen hier schon 50 oder 60 Jahre“, sagt Ahrling. Die Mietpreisbindung bleibe erhalten; die Miete sei mit 4,40 Euro pro Quadratmeter sehr günstig auch für die Verhältnisse in Trier-West.

„Sozialwohnungen sind für Trier essenziell“, betont auch Oberbürgermeister Wolfram Leibe, der als Vertreter der Stadt im Aufsichtsrat der gbt sitzt. Eventuelle Gewinne investiere die Wohnungsbaugesellschaft wieder und sorge so für Lebensqualität – nicht nur in Trier-West. Wie Stefan Ahrling berichtet, hat die gbt auch eine eigene Handwerkergesellschaft aufgebaut.

„Wir haben eine Facebook-Kampagne gestartet – aber es gibt schlichtweg keine Handwerker am Markt“,  klagt er. Die Nachfrage nach günstigen Wohnungen allerdings sei enorm: „Wir haben 700 bis 750 Nachfrager. Doch wir können sie nicht bedienen!“