Freizeit : Von Gabelstapler bis Traumfänger bei der 24. Ausgabe von „Trier spielt“

Mit „Trier spielt“ lockte die City-Initiative Trier Jung und Alt in die Innenstadt. Es gab mehr als sechs Stunden buntes Programm.

Was war denn da wieder los in der Trierer Innenstadt? Ob geplant unterwegs oder nur aus Versehen daran vorbeigekommen: Keinem der zahlreichen Altstadtbummler, die an diesem Samstag durch die Einkaufsstraße schlenderten, dürfte das Programm der City-Initiative Trier verborgen geblieben sein. Für die Aktion „Trier spielt“ verwandelte sich die familienfreundliche Einkaufs-, Kultur- und Erlebnisstadt bereits zum 24. Mal in einen großen bunten Abenteuerspielplatz für Jung und Alt.

Das weit über die Stadtgrenzen bekannte und obendrein größte Spielfest der Region wartete in diesem Jahr wieder mit zahlreichen kostenlosen Spiel- und Freizeitangeboten in den Straßen und auf den Plätzen Triers auf. Aber auch für Ausbildungssuchende, Wissbegierige und Leckermäuler war das ein oder andere Schmankerl mit dabei:

 Der Stand des Vereins für Jugendfreizeiten (VFJ) an der Porta Nigra.
Der Stand des Vereins für Jugendfreizeiten (VFJ) an der Porta Nigra. Foto: Fabian Pütz

Auf dem Basilika-Vorplatz konnten interessierte Skater und Biker beim Projekt X der Skatehalle Trier die ersten Tricks lernen. Am Domfreihof wartete – neben der imposanten Menschenkicker-Kulisse des Teams Bananenflanke – der Lacrosseverein Legionäre Trier mit einem Schnupperkurs in Sachen Parcours mit klassischen Spielelementen. Der Aufsteiger SV Eintracht Trier 05 hatte eine Torwand aufgebaut. Im „Kleine-Forscher-Raum“ im Erdgeschoss des Turms Jerusalem bestand die seltene Möglichkeit, Binärcode-Ketten mit eigenem Namen herzustellen. Mit 3-D-Druckern und Stiften konnten Kinder gestalterisch tätig werden. Im Anschluss begleitete eine Gruppe williger Jungforscher Meeresbiologin Angela Jensen durch die unermessliche Weite und Tiefe der Meere – mit der Hilfe von Virtual-Reality-Brillen. Hinter der Aktion standen die Stadtbücherei Trier und der Verein The Blue Mind.

Am Hauptmarkt gab es unter anderem Stände der Bastelstube Leyendecker und von Nestwärme, der AOK, Natus oder RTL Radio. Hier wurden individuelle Traumfänger mit Perlen und Federn gebastelt und Glitzer-Tattoos auf kleine Ärmchen aufgetragen. Es gab ein Glücksrad, und junge Arbeitssuchende bekamen spannende Einblicke in die Azubi-Welt auf einem Gabelstapler-Parcours oder beim Löten am heißen Draht. 

Auf weitere interessante und kreative Angebote stieß man am Kornmarkt: etwa eine große Spiele­präsentation mit Glücksrad von der Buchhandlung Mayersche Interbook. Für eher unkonventionelle Sportenthusiasten bot der Post-Sportverein Trier einen Schnupperkurs in Sachen Fechten, Quidditch und Schach an.

Puppentheater war im Frankenturm zu sehen.
Puppentheater war im Frankenturm zu sehen. Foto: Fabian Pütz

Eine kleine Besonderheit in diesem Jahr war der aufwendig und liebevoll gestaltete Kinderrundgang „2000 Jahre – 4000 Schrittchen“ des Trierer Museumskollektivs. Er begann an der Tourist-Info am Porta-Nigra-Platz. Teilnehmer konnten die Highlights der Trierer Stadtgeschichte spielerisch neu erleben. Ebenfalls in Porta-Nähe stellten die Brasserie Zur Sim und Spiel Erich handgefertigte Familien- und Strategiespiele aus der Region vor. Nach einem „Vier gewinnt“-Spiel konnte eine Süßigkeitenschleuder des Vereins für Jugendfreizeiten getestet werden.

Auf dem Viehmarktplatz waren der Kreativität der Kinder im aufgeschütteten Riesensandkasten keine Grenzen gesetzt. Am Infostand der City-Initiative Trier gab es ein großes Gewinnspiel und die beliebten gelben „Trier spielt“-Shirts. Am Stand des Südeifeler Dinosaurierparks Teufelsschlucht konnte man die prähistorischen Riesen­echsen als fotorealistische Modelle bestaunen und auf Schatzsuche nach uralten Haifischzähnen und Edelsteinen gehen. Das begehbare Feuerwehrauto der Jugendfeuerwehr Trier fuhr für so manchen Besucher sogar seine Leiter aus. Das machte einzigartige Panorama­blicke über das ganze Event möglich.

Den ganzen Tag über wurde das Event zusätzlich von Darbietungen lokaler Tanz- und Musikschulen auf einer Bühne im Brunnenhof begleitet. Mehr als sechs Stunden lang unterhielten hier sieben Gruppen aus jungen, pro­aktiven Vereinsmitgliedern das zahlreich erschienene Publikum. Hier fand das Event auch sein erfolgreiches Ende, als gegen 18 Uhr der Sieger des Gewinnspiels verlesen wurde.

Ein erleichterter Patrick Sterzenbach, Vorsitzender des Vorstands der City-Initiative Trier, sagt über das gelungene Event: „Unser besonderer Dank gilt unseren Sponsoren, unseren Mitgliedsbetrieben, der Stadt Trier sowie den vielen ehrenamtlichen Helfern, Vereinen, Partnern, Institutionen sowie der Freiwilligen Feuerwehr Trier, Löschzug Stadtmitte, für die tatkräftige Unterstützung unseres Spielfests.“

Hier geht es zur Bilderstrecke: Trier spielt 2022