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Veranstaltungsreihe: Neuer Blick auf alte Trierer Häuser

Veranstaltungsreihe: Neuer Blick auf alte Trierer Häuser

"Vor Ort" heißt die neue Reihe des Vereins Trier Forum. Hautnah erfahren Teilnehmer Wissenswertes über alte Trierer Gebäude und Plätze. Aber auch Unangenehmes sprechen die Experten an.

Welche Nutzung hat und hatte dieses oder jenes Gebäude, wie könnte dieser Platz zukünftig besser genutzt werden oder warum verfällt die Fassade? Gibt es Planungen seitens der Stadt? Diese und ähnliche Fragen stellt sich so mancher Trierer, wenn er vor historischen Gebäuden oder auf Plätzen in der Stadt steht. Nach der erfolgreichen Reihe im vergangenen Jahr möchte das Trier Forum mit einer neuerlichen Auflage von "Vor Ort" einigen dieser Fragen nachgehen.

Vor Ort berichten Historiker, Vertreter der Stadt und Interessensvertreter über die Geschichte des Ortes und die Situation, erörtern anstehende Probleme oder Lösungsmöglichkeiten und stellen Initiativen zu Erhalt und Nutzung der vorgestellten Orte vor.

Teilnehmer können gemeinsam mit den Experten durch die Stadt spazieren, sich informieren und Fragen stellen.
Zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 10. September, um 14.30 Uhr, lädt das Trier Forum gemeinsam mit dem Museum Karl-Marx-Haus zu einem Vortrag über "Bürgerliche Pracht mit einem Hauch von Italien? Haus Venedig, sein Festsaal und andere barocke Trierer Bürgerhäuser" ins Karl-Marx-Haus ein.

Kaum bekannt, da der Öffentlichkeit nicht zugänglich, ist der prachtvollste Privatraum der in Trier aus der Barockzeit erhalten blieb - der Saal im Haus Venedig (Brückenstraße), Wohnung der wohlhabenden Kaufmannsfamilie Carove. Doch auch sonst wird der bürgerliche Wohnbau des 17. und 18. Jahrhunderts in Trier kaum beachtet, anders als die antiken oder mittelalterlichen Denkmäler. Auch das deutlich schlichtere, nahe gelegene Karl-Marx-Haus gilt meist nur als "Geburtshaus von ..." und nicht als ein Beispiel der Architektur seiner Zeit. Der architekturgeschichtliche Vortrag von Jens Fachbach betrachtet die bürgerliche Baukultur im frühneuzeitlichen Trier. Ein kurzer Seitenblick soll dabei jedoch auch einer ganz anderen Verbindung zwischen den beiden räumlich nicht weit voneinander entfernten Häusern gelten. Der Eintritt ist frei.

Haus Korb Regnery und Haus Theisen: Zwei außergewöhnliche Zeugnisse der Trierer Baugeschichte. Sie prägen das Stadtbild. Wie werden die Gebäude heute genutzt? Wie geschädigt sind sie schon und wie werden oder können sie erhalten werden? Donnerstag, 14. September, 18.30 Uhr, am Heuschreckbrunnen mit Bettina Leuchtenberg und Nicole Graf.

Judengasse: Mit der Vertreibung der Juden im Jahre 1349 aus der Stadt endete auch die Geschichte des Judenviertels. Die Trier-Gesellschaft, die Stadt und die Universität Trier wollen die stark vernachlässigte Gasse und ihre Geschichte wieder aufwerten. Vor Ort informieren die Beteiligten über den Stand der Planungen. Donnerstag, 21. September, 18.30 Uhr, Eingang Judengasse Simeonstraße.
Mit Karlheinz Scheurer, Vorsitzender Trier-Gesellschaft, Marzena Kessler und Elisabeth Dühr. Moderation: Udo Fleck.

Leere Kirchen ... und was dann? Nicht mehr genutzte Kirchen abreißen, dem Immobilienmarkt überlassen? Kirchengebäude, auch ohne Gottesdienste, behalten ihre Ausstrahlung, prägen Orte und Landschaft. Gemeinsam mit Vertretern der Kirche diskutieren wir über Möglichkeiten von Trägerschaften und neuen intelligenten Nutzungen. Montag, 25. September, 19 Uhr, Rathaussaal, ehemalige Augustinerkirche. Oberbürgermeister Wolfram Leibe begrüßt die Teilnehmer.

Weitere Informationen: Trier Forum, Lavenstraße 7, 54290 Trier, 0651/9916747, E-Mail info@trier-forum.de , Internet: www.trier-forum@.de