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Verein Trierisch bietet Mundart-AG an Trierer Grundschulen an

Verbunden mit Stadtgeschichte : Grundschüler können jetzt Trierer Mundarten und Dialekte lernen

Der Verein Trierisch bietet in Zukunft eine Mundart-AG an Trierer Grundschulen an. An der Grundschule in Biewer präsentierten sie ihr neues Projekt. Was sie vorhaben und warum sie die AG ins Leben rufen.

Mit seiner neuen AG möchte der Verein Trierisch Grundschulkindern die Trierer Mundarten und Dialekte vorstellen. In Verbindung damit sollen die Kinder auch ihre Stadt an sich besser kennenlernen. „Wir wollen den Kindern neben den Dialekten auch die Geschichte Triers erklären. Sie sollen wissen, was Trier zu bieten hat, sodass sie stolz auf ihre Stadt sein können“, sagt Hiltrud Metzen, eine der drei Mundart-Expertinnen, die die AG leiten werden.

In der AG gehe es vor allem auch darum, auf die Kinder einzugehen und die Inhalte nach ihren Wünschen und Interessen anzupassen. So möchten Metzen und ihre beiden Kollegen Hans-Karl Meunier und Jürgen Jakobs über die Geschichte der Stadt aufklären, bekannte Trierer vorstellen, oder über typische Trierer Speisen wie zum Beispiel Teerdisch sprechen. Dabei sei es aber auch wichtig, die Kinder nicht zu überfrachten und die Inhalte daher spannend zu vermitteln, sagt Metzen. Den Dialekt von früher müsse man zudem anpassen, damit die Kinder ihn verstehen können. Auf die Arbeit mit den Kindern freuen sich die drei Mundart-Experten bereits sehr.

Im Verein Trierisch, der 1897 gegründet wurde, spielte die Mundart schon immer eine große Rolle, wie Udo Fleck, erster Vorsitzender des Vereins, sagt. Er sei ebenfalls froh, dass sie die AG nun anbieten können.

Auch Triers Kulturdezernent Markus Nöhl ist dankbar für das Angebot des Vereins Trierisch. „Die Dialekte sind Anteile einer regionalen Identität. Diese Identität möchten wir erhalten“, sagt er. Gerade weil Social Media und die Medien im Allgemeinen über die Hochform des Deutschen funktionieren, rücken die Dialekte immer weiter in den Hintergrund, so Nöhl weiter. Aus diesem Grund sollen die Schülerinnen und Schüler mit dem Trierer Platt in Berührung kommen. Sie sollen wissen, dass es das gibt. Da die Mundart-AG ein freiwilliges Angebot sein wird, hofft Nöhl, dass viele Kinder das Angebot annehmen.

Sabrina Werth, die Leiterin der Grundschule am Biewerbach, sei auch deshalb direkt auf das Angebot von Trierisch eingegangen, da sie es wichtig finde, den Blick wieder auf das Regionale zu wenden. „Wir bekommen täglich den Überblick darüber, was in der Welt passiert, weshalb einiges, was regional passiert, etwas in den Hintergrund gerät“, sagt Werth. Deshalb freue sie sich, dass den Kindern nun der trierische Dialekt nähergebracht wird und sie so ihre Erfahrungen sammeln können. Auch die Kinder, die aus anderen Städten kommen, merken, was Trier zu bieten hat und können ein Heimatgefühl entwickeln, so die Schulleiterin weiter.