Verein vermittelt Bewusstsein für Natur
Trier · Der Verein Lokale Agenda 21 Trier ist vom Land Rheinland-Pfalz als "Schulnahe Umwelterziehungseinrichtung (SchUR)" ausgezeichnet worden. Mit seinen Projekten setzt sich der Verein für eine nachhaltige Entwicklung in der Region ein.
Trier. Julia Koch, Schulrätin der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier und ehemaliges Vorstandsmitglied des Lokalen Agenda (LA) 21, erklärt: "Der Verein arbeitet eigentlich schon seit Jahren als außerschulischer Lernort für nachhaltige Entwicklung, nur das Zertifikat hat noch gefehlt."
Mit der Auszeichnung ist die LA jetzt auch offiziell ein Kooperationspartner der Schulen bei der außerschulischen Umwelterziehung. Zum landesweiten SchUR-Netzwerk gehören Forstämter, Umweltverbände oder Vereine, die bestimmte Kriterien zur Zertifizierung erfüllen müssen. Im aktuellen Fall machen vor allem die schulnahe Lage in der Innenstadt sowie die exzellente Vernetzung den Verein zu einer "SchUR-Station par excellence", wie Koch bemerkt. Ziel der SchUR-Stationen ist es, das Bewusstsein der Schüler für eine nachhaltige Lebensweise und den Schutz der Umwelt durch eine ungefilterte Erfahrung und Aktivitäten in der Natur zu schärfen. "Es sollen praktische Zugänge zur nachhaltigen Entwicklung und Natur geschaffen werden", betont Peter Schmidt, Berater Bildung für nachhaltige Entwicklung. Seit ihrer Gründung 1999 bietet die LA viele Projekte wie das Zukunftsdiplom für Kinder, das Weltbürgerfrühstück oder die Kindermeilenkampagne. Dass das am besten durch praktische Projekte und direkte Berührung mit der Umwelt geht, weiß auch Bürgermeisterin Angelika Birk: "Wie vermittelt man Kindern ein Bewusstsein für die Natur? Natürlich durch Erleben!" Dieser Devise des Erlebens bleibt der Verein auch mit seinem neusten Projekt, dem Zukunftsdiplom für Erwachsene, treu (der TV berichtete). Dieses Projekt soll Erwachsenen das Thema Nachhaltigkeit näherbringen, die ihr Wissen schließlich auch an ihre Kinder weitergeben - an die Entscheidungsträger von morgen. stm