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Vereine helfen Opfern der Flutkatastrophe an der Kyll

Spendenaktion : Flutkatastrophe: Auf TV-Leserinnen und -Leser ist Verlass

Drei Projekte sind bereits vollständig finanziert. Vereine können über das Hilfeportal des Volksfreunds weitere Aktionen starten.

Tausende von Menschen sind von der katastrophalen Flut betroffen. Darunter auch gemeinnützige Vereine, die für andere da sind und Gutes tun. Jetzt brauchen manche selbst Hilfe: Etwa der Verein Tierteller Eifel in Jünkerath bei Gerolstein. An den Tierteller können sich sonst Tierhalter wenden, die in finanzielle Not geraten sind und kein Geld haben, um Futter für ihre Hunde und Katzen zu kaufen. Das Wasser hatte die Ausgabestelle und zwei angemietete Garagen geflutet, die als Lagerraum dienen. Auf unserem Hilfeportal „Meine Hilfe zählt“ hat der Vereinsvorsitzende Hans-Dieter Budick um Spenden gebeten: „Im Moment brauchen wir dringend Futter-, Sach- und Geldspenden, um unsere Arbeit weiter fortsetzen zu können.“ Die gute Nachricht: Innerhalb kürzester Zeit sind 14 400 Euro zusammengekommen.

Unterstützung mindestens noch bis Mitte 2022 Für den Pellinger Verein Pfote drauf! – Tierhilfe aus dem Landkreis Trier-Saarburg sind exakt 489 Spenden eingegangen. 19 326 Euro wurden gesammelt. Was passiert mit dem Geld? Der Tierschutzverein richtet einen Fond ein. Wenn das Haustier eines Flutopfers krank wird, einen Tierarzt oder Medikamente braucht, dann hilft der Verein unbürokratisch und langfristig. Projekt-Verantwortliche Annette Saur schreibt auf der „Meine Hilfe zählt“-­Website: „Unser Hilfsprojekt soll auch dann noch den betroffenen Tieren helfen, wenn diese Katastrophe aus dem medialen Fokus herausgerückt ist.“ Betroffene können sich bis mindestens Mitte kommenden Jahres bei den Tierschützern in Pellingen melden. Infos unter

www.pfote-drauf-tierhilfe.de

 Hans-Dieter und Luise Budick vom Verein Tierteller Eifel.
Hans-Dieter und Luise Budick vom Verein Tierteller Eifel. Foto: TV/Nora John
   Annette Saur (links) vom Verein Pfote drauf und Tierärztin Ulla Tonner kümmern sich um einen Hund.
Annette Saur (links) vom Verein Pfote drauf und Tierärztin Ulla Tonner kümmern sich um einen Hund. Foto: Karin Pütz

Mit dem Bagger an der Kyll im Einsatz Schnell war auch das Geld zusammengekommen, um den Bagger des Ortsverbands Saarburg im Technischen Hilfswerk (THW) zu reparieren. THW-Mitglieder waren vier Tage lang mit dem Bagger in dem stark von der Flut geschädigten Dorf Kordel (Kreis Trier-Saarburg) im Einsatz. Die Maschine sei stark beansprucht worden, hatte Stefan Burg auf der Web­site unseres Hilfe­portals mitgeteilt. Vor allem die Reifen hätten sehr unter dem unwegsamen Untergrund gelitten, auf dem sich Treibgut, Nägel und Schrauben angesammelt hatten. 5165 Euro hat das „Meine Hilfe-zählt“-­Projekt gebraucht, und 5165 Euro wurden gespendet. Der Bagger kann für den nächsten Einsatz wieder fit gemacht werden.