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Neue Führung: Vereinigte Hospitien Trier sagen ihrem Direktor nach 28 Jahren ade

Neue Führung : Vereinigte Hospitien Trier sagen ihrem Direktor nach 28 Jahren ade

Mit feierlichen Worten wird Hubert Schnabel verabschiedet. Seine beiden Nachfolger sagen, worauf es ihnen jetzt ankommt.

Drei Oberbürgermeister haben während seiner Amtszeit die Stadt regiert, drei Bischöfe gab es in dieser Periode schon in Trier – jetzt ist es aber Zeit für einen Führungswechsel. Das meint jedenfalls der scheidende Direktor der Vereinigten Hospitien Trier. Mehr als hundert geladene Gäste haben sich am Mittwoch von Dr. Hubert Schnabel verabschiedet, der 28 Jahre lang die Trierer Stiftung Vereinigte Hospitien geleitet hat. In den vergangenen zwei Monaten hat Schnabel seine beiden Nachfolger, Stiftungsdirektorin Yvonne Russell und kaufmännischer Direktor Tobias Reiland, eingearbeitet (der TV berichtete).

Von nun an übernehmen die beiden komplett die Führung der 530 Mitarbeiter starken Stiftung, die eine Rehaklinik, Seniorenwohnungen, Altenpflegeheime und viele andere soziale Einrichtungen in Trier betreibt (siehe Infobox). Die Aufgaben der Führung sind nach Ansicht der Stiftung komplexer geworden – deshalb gibt es jetzt eine Doppelspitze.

Unter den Gästen, die sich persönlich vom langjährigen Direktor Schnabel verabschieden wollten, saßen auch Oberbürgermeister und Verwaltungsratsvorsitzender Wolfram Leibe, der Trierer Bischof Stephan Ackermann, der CDU-Bundestagsabgeordnete Andreas Steier und viele andere bekannte Persönlichkeiten.

Schnabel selbst nimmt sich nicht wichtig bei der Verabschiedung und nutzt seine Rede vor allem dafür, anderen Menschen, Vereinen und Institutionen für die gute Zusammenarbeit zu danken. Wer aber den Reden der anderen Teilnehmer folgt, merkt schnell: Da geht einer, der Spuren hinterlässt. Wolfram Leibe, der dem Verwaltungsrat der Stiftung vorsitzt, bezeichnet Schnabel als einen „professionellen Menschenfreund“. Schon zu Beginn seiner Amtszeit habe er sich bewährt, als er das damalige Bürgerhospital St. Irminen zu einer Rehaklink umbaute – ein schwieriges Unterfangen. Auch in Auseinandersetzungen, die es gegeben habe, sei er nicht persönlich geworden. Personalleiterin Anette Conrady sagt: „Im Namen aller Mitarbeiter bedanke ich mich für die menschliche Führung und die Wertschätzung, die Sie uns entgegengebracht haben.“

Auch die beiden Nachfolger, Yvonne Russell und Tobias Reiland, machen deutlich, wie sehr sie Schnabels Arbeit zu schätzen wissen. Sie geben einen kleinen Ausblick darauf, welche Tätigkeiten der Stiftung sie in Zukunft besonders stärken wollen. Russel betont: „In unseren Einrichtungen geht es um mehr als ums reine Versorgen – genauso wichtig sind uns Zuneigung und Teilhabe.“  Reiland sieht einen starken Wandel der Bedingungen, unter denen Stiftungen arbeiten müssen. Ihm sei es unter anderem wichtig, der Öffentlichkeit verstärkt zu vermitteln, welche Arbeit in den Einrichtungen der Stiftung geleistet wird.