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Verhöhnung der Opfer: Stadt Trier verbietet Kundgebung

Verhöhnung der Opfer: Stadt Trier verbietet Kundgebung

Die von der NPD für heute angemeldete Kundgebung "Gegen die Herrschaft des Kapitals - Wir sind das Volk" ist von der Stadt Trier verboten worden. Oberbürgermeister Klaus Jensen spricht von einer "Verhöhnung der Opfer der Nazi-Tyrannei".

Trier. Die geplante NPD-Kundgebung sei "an diesem Gedenktag geeignet, die öffentliche Sicherheit und Ordnung zu verletzen" und bei den Bürgern "Assoziationen mit der Schreckensherrschaft des nationalsozialistischen Regimes hervorzurufen", heißt es in der städtischen Anordnung, mit der die Veranstaltung untersagt wird.
Als Versammlungsorte waren von der rechtsextremistischen Partei am Gedenktag an die Opfer der von den Nationalsozialisten verantworteten Pogromnacht vom 9. November 1938 der Simeonstiftplatz oder alternativ der Viehmarkt- oder der Bahnhofsvorplatz genannt worden.
Oberbürgermeister Klaus Jensen erklärt: " Wir lassen die Verhöhnung der Opfer der Nazi-Tyrannei, die für mich mit den NPD-Kundgebungen vor allem an den Gedenktagen des Nazi-Terrors verbunden ist, nicht zu."
Oberbürgermeister Klaus Jensen lädt alle Bürger für heute 17.30 Uhr, zum Gedenken an der Stele am Trierer Zuckerberg ein.