Verkauf der Eu-Rec in diesem Jahr?

Verkauf der Eu-Rec in diesem Jahr?

Der Abschluss der Verhandlungen um den umstrittenen Recyclingbetrieb steht offenbar bevor. Pfalzel steht deshalb unter Strom.

Trier Der schlimme Geruch, den der Recyclingbetrieb Eu-Rec während der Verarbeitung von Verpackungsabfällen aus den gelben Säcken verursacht hat, ist offenbar seit Monaten nicht mehr aufgetreten. Das bestätigt Ortsvorsteherin Margret Pfeiffer-Erdel (FWG). "Die Geruchsemissionen sind seit der Intervention der SGD Nord verträglich und zeigen, dass eine Führung des Betriebes unter Beachtung der geltenden Vorschriften für die Bevölkerung akzeptabel ist", teilt sie mit. Der Geruch kam seit 2014 immer wieder und löste in Teilen Pfalzels Übelkeit und Brechreiz aus (der TV berichtete mehrfach).

Dennoch behalten viele Menschen in Pfalzel zurzeit die Eu-Rec GmbH am Ostkai im Trierer Hafen genau im Auge. Inhaber Willi Streit hatte bereits 2016 erklärt, er wolle die Eu-Rec verkaufen. Noch hat er das nicht getan, aber Pfalzel will bereit sein. "Der Ortsbeirat Trier-Pfalzel ruft deshalb die Verantwortlichen aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung dazu auf, die Interessen der Pfalzeler Bevölkerung zu vertreten, um eine erneute derartige Beeinträchtigung unseres Lebens zukünftig zu verhindern", fordert Pfeiffer-Erdel.

Sie formuliert zentrale Punkte. "Wir fordern die Verantwortlichen der SGD Nord und der Stadt Trier sowie den neuen Betriebsinhaber dazu auf, auch in Zukunft auf einen geruchsfreien Betrieb hinzuarbeiten und die betroffene Bevölkerung zu schützen." Der neue Inhaber solle "Informationen über den Verkauf und die zukünftige Nutzung des Betriebsgeländes" veröffentlichen. "Wir heißen jeden neuen Betrieb, der anders als in der Vergangenheit in Respekt und Einklang mit der Pfalzeler Bevölkerung und den Vorschriften leben möchte, schon jetzt willkommen und sichern diesem unsere Unterstützung zu."

Wer wird der neue Besitzer der Eu-Rec GmbH sein? "Es ist noch nichts entschieden oder unterschrieben", erklärt Inhaber Streit am Freitag. Er lässt keinen Zweifel daran, dass er den Wert seines Betriebs sehr hoch ansetzt. "Das Interesse chinesischer Holdings und Hedgefonds an produzierenden Betrieben wie dem unseren ist hoch." Mit China stehe er in Verbindung, aber auch der Zweckverband ART habe bereits Interesse signalisiert.

Die Zeit der Entscheidung werde bald kommen, sagt Streit. "Ich gehe davon aus, dass der Verkauf noch in diesem Jahr abgeschlossen wird." Dann weiß der Ortsbeirat Pfalzel auch, mit wem er verhandeln muss.

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