Verkaufsoffener Sonntag und Wine in the City in Trier kommen gut an

Einzelhandel : Regentropfen und Rebentropfen: Winzer und Händler locken in die Trierer City

Erfolg trotz des wechselhaften Wetters: Beim verkaufsoffenen Sonntag lockt das Weinfest „Wine in the City“ Jung und Alt in die Trierer Innenstadt.

Regen tropft von den Zeltplanen der Weinstände, der Himmel ist bedeckt. Währenddessen wandern karierte, gepunktete, unifarbene und bunt gemusterte Regenschirme über den Trierer Hauptmarkt. Unter den Zeltdächern von „Wine in the City“ finden die Stadtbummler Unterschlupf und warten bei einem Glas Wein auf besseres Wetter. Auch Brigitte Berg und Heike Albert lassen sich vom Regen nicht abschrecken. Letztes Jahr habe es bei ihrem Besuch ebenfalls geregnet. Trotzdem sei die Stimmung so gut gewesen, dass sie sich fest vorgenommen hatten, dieses Jahr erneut herzukommen.

Die Veranstaltung sei eine schöne Gelegenheit, „sich durch verschiedenste Weinsorten zu probieren“, so Brigitte Berg. Ihren Lieblingswein habe sie bereits gefunden: Der feinherbe Rieslingwein vom Stand Werner Longen sei sehr zu empfehlen. Da kann ihr auch der Regen keinen Strich durch die Rechnung machen.

„Das Wetter hätte schlimmer kommen können“, meint auch Florian Koch vom gerade empfohlenen Weinstand. Trotz des Regens sei das innerstädtische Weindorf recht gut besucht. Besonders nachmittags verstärke sich der Andrang erfahrungsgemäß. Ab 19 Uhr locke dann vor allem das abwechslungsreiche Bühnenprogramm auf dem Hauptmarkt und die abendliche Beleuchtung viel junge Kundschaft an.

Gute Stimmung und Unterhaltung am Hauptmarkt. Viele Besucher des verkaufsoffenen Sonntags nutzten das Angebot für eine Verschnaufpause und ein Glas Wein. Foto: Franziska Wonnebauer/FRANZISKA WONNEBAUER

Sein persönliches Programmhighlight sei Tenor Thomas Kiessling gewesen, der am Freitagabend für „sehr gute Stimmung gesorgt“ habe. „Der ganze Platz ist mitgegangen“, erzählt Koch.

Sebastian Oberbillig vom Weingut Deutschherrenhof ist mit seinem Weinstand in diesem Jahr zum dritten Mal dabei. Er ist positiv überrascht, dass trotz des regnerischen Wetters verhältnismäßig viele Besucher den Weg zum Weinfest gefunden haben. Aus Erfahrung wisse er, dass Außenveranstaltungen immer wetterabhängig und damit „Glückssache“ seien.

Inzwischen hat sich die Sonne durch die Wolken gekämpft. Der Himmel strahlt blau, nur vereinzelt sind ein paar Wolken zu sehen. Die Regenschirme werden weggepackt, die Bierzeltgarnituren auf dem Hauptmarkt füllen sich. Ein verführerischer Duft nach Waffeln liegt in der Luft. Genau das richtige Wetter, um das Frühlingsoutfit zu komplettieren. Zu ihrer schwarz geblümten Hose fehlt Rita Maes nämlich noch das passende T-Shirt. Doch sie ist zuversichtlich, am verkaufsoffenen Sonntag in der Trier Galerie fündig zu werden. Diese sei nämlich meist ihre erste Anlaufstelle in Sachen Mode.

Zwischenzeitlich dann doch noch einmal Regenschauer, später wieder Sonne und blauer Himmel. Der verkaufsoffene Maisonntag erinnert eher an einen wechselhaften Apriltag. Der Straßenverkehr blieb bis zum Schluss fließend, die Parkhäuser waren nicht voll besetzt. Trotzdem zeigte sich die Mehrheit der Trierer Geschäftswelt zufrieden mit der Resonanz (siehe Info). Der verkaufsoffene Sonntag habe sich gelohnt.

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