Verkehr : Kreuzung Osburg: Kreis will Kreisverkehr

Das Verkehrsministerium sieht Handlungsbedarf, will aber zunächst abwarten, was Änderungen beim Busverkehr bringen.

Es ist ein Fortschritt, aber noch nicht der Durchbruch für ein Projekt, das im vorderen Hochwald ganz oben auf der Wunschliste steht: die Einrichtung eines Kreisverkehrs im Kreuzungsbereich Osburg-Neuhaus. Das Mainzer Verkehrsministerium hat eingeräumt, dass an diesem Knotenpunkt „Handlungsbedarf” besteht. Das heiße aber nicht, dass bald mit dem Bau eines Kreisels begonnen werde, heißt es in einer Vorlage für die Mitglieder des Kreisbauausschusses, der am Freitag, 15. Februar, tagt (ab 16 Uhr, Kreishaus).  Wie berichtet, setzen sich der Kreis, die Verbandsgemeinde Ruwer und die Ortsbürgermeister angrenzender Gemeinden für einen Kreisverkehr an der viel befahrenen Kreuzung von L 151, L 149 und K 67 ein. Bereits im November 2018 hatte sich der Kreisbauausschuss wegen der Gefahrenlage – unter anderem gibt es dort Bushaltestellen – für einen Kreisel ausgesprochen. Der Kreis, der durch die K 67 mit einem Ast betroffen ist, hatte sich bereit erklärt, 25 Prozent der Baukosten zu übernehmen.

Zwischenzeitlich gab es einen Schriftwechsel in dieser Sache zwischen Landrat Günther Schartz und Staatssekretär Andy Becht vom Verkehrsministerium. Schartz fordert die „schnellstmögliche” Aufnahme des Projekts in das Landesstraßenbauprogramm. Es handele sich hier um eine zentrale Verbindung vom Osburger Hochwald nach Trier.

Das Verkehrsaufkommen sei groß, so Schartz. 9200 Fahrzeuge führen laut einer Zählung täglich auf der L 151 in Richtung Trier, etwa 7000 in Richtung Hermeskeil und rund 4300 verkehrten auf der K 67. Gerade zu den Stoßzeiten im Berufsverkehr hätten Autofahrer große Schwierigkeiten, sich in den Verkehr auf der Landesstraße einzuordnen, schreibt der Landrat.  Vor allem auf der Straße aus Richtung Osburg bildeten sich regelmäßig Staus. Schartz spricht auch Rückstaus durch den zunehmenden LKW-Verkehr an: „Mutmaßlich nutzen viele Unternehmen diese Strecke zur Mautvermeidung.” In seiner Antwort verweist Staatssekretär Becht auf einen Ortstermin im November letzten Jahres mit mehreren Kommunalpolitikern an der Kreuzung. Dort habe man sich mit der VG Ruwer, dem Kreis und dem Verkehrsverbund Region Trier dahingehend abgestimmt, eine Optimierung der Busanbindung zu erreichen. Eine Überquerung der Fahrbahnen solle vermieden oder zumindest sicherer gestaltet werden. Handlungsbedarf bestehe auf jeden Fall, räumt Becht ein. Das zeige auch eine aktuelle Verkehrserhebung des Landesbetriebs Mobilität (LBM) an diesem Knotenpunkt. Falls sich keine Verbesserungen ergäben, werde der LBM die Errichtung einer Ampelanlage sowie alternativ einen Umbau der Kreuzung zu einem Kreisverkehr prüfen.