Verkehr und eine Veränderungssperre

Trier · In seiner jüngsten Zusammenkunft hat der Ortsbeirat Feyen/Weismark eine Veränderungssperre im Bebauungsplan BF 18 Pellinger Straße, Estricher Weg, Sauerwasserweg beschlossen.

Foto: Rolf Lorig (flo), Rolf Lorig ("TV-Upload Lorig"

Trier. Lange Jahre befand sich im Sauerwasserweg ein Möbelgeschäft, das seit einiger Zeit jedoch geschlossen ist. An der Stelle dieses Geschäftes soll nun eine größere Wohnanlage gebaut werden. Was an sich kein Problem darstellt, sofern sich der Architekt bei Höhe und Ausdehnung an den bestehenden Bebauungsplan hält. Besonders die umliegenden Anwohner fürchteten aber, dass es bei dem Vorhaben zu einer Ausweitung kommen könne. Folglich stand nun im Ortsbeirat eine Veränderungssperre auf der Tagesordnung. Vor dem Eintritt in die Diskussion klärte Ortsvorsteher Rainer Lehnart (SPD) darüber auf, dass diese Veränderungssperre keinem Stopp eines Bauvorhabens gleichkommt. Eine Baugenehmigung sei auch dann noch möglich, sofern das geplante Vorhaben mit den Zielen des Bebauungsplans deckungsgleich sei. Barbarsa Dalpke-Polka (CDU) sprach sich gegen die Veränderungssperre aus, sie befürchtete die gezielte Verhinderung eines einzelnen Vorhabens. Dem widersprach der Ortsvorsteher und wies darauf hin, dass Architekt und Grundstückseigentümer sich in einem kooperativen Gespräch mit der Verwaltung befänden. Sollten die Gespräche weiter so gut laufen, stünde einer Bebauung nichts mehr im Weg. Gegen die vier Stimmen der CDU wurde die Veränderungssperre dann angenommen.
Der Zustand der Fußgängerbrücke in der Aulstraße (der TV berichtete) beschäftigte ebenfalls den Ortsbeirat. Untersuchungen haben ergeben, dass der alte Überbau des Bauwerks abgerissen und durch einen neuen ersetzt werden muss. Wie berichtet, soll diese Maßnahme zeitgleich mit der Erneuerung der Brücke in der Hermesstraße angegangen werden. Da der Bahnverkehr dafür gesperrt werden muss, sollen die Arbeiten vor allem in den Nachtstunden vonstatten gehen. Die Dauer werde auf etwa einen Monat geschätzt, sagte Lehnart. In dieser Zeit sei geplant, den Fußgängerverkehr per Ampelregelung über die Brückenfahrbahn zu führen.
Provisorium dauert an


Im Rat stieß es auf wenig Gegenliebe, dass das Brückenprovisorium durch den Neubau des Fußgängerteils jetzt auf weitere Jahre zementiert wird. Andreas Dalpke (CDU) brachte diese Bedenken zum Ausdruck. Seine Frau Barbara regte an, den Fußgängerverkehr dauerhaft über die Fahrbahn zu führen. Nur so sei die Chance gegeben, mit einer neuen Brückenkonstruktion das alte Provisorium zu ersetzen. Auch Ortsvorsteher Lehnart machte aus seiner Abneigung gegenüber dem Provisorium keinen Hehl. Allerdings sei es wegen der Busse nicht möglich, an einer längerfristigen oder gar dauerhaften Einschränkung der Fahrbahn festzuhalten.
Und noch ein weiteres Verkehrsproblem stand an: Die Achse Bornewasserstraße/Im Reutersfeld werde als Abkürzung und Rennstrecke missbraucht, so der Ortsvorsteher. Immer wieder gebe es Beschwerden von Anwohnern.
Eine Beseitigung des Problems sei dann gegeben, wenn man die Durchfahrt der beiden Straßen unterbreche. Dies könne durch zwei oder drei große Steine erfolgen, die in Höhe der Kirche St. Valerius auf der Fahrbahn platziert würden. Das hätte dann auch den Charme, dass man diese Blockade ohne große Probleme wieder rückgängig machen könne. Allerdings wies Lehnart darauf hin, dass der Ortsbeirat das nicht beschließen, wohl aber mit einem Placet politischen Druck ausüben könne. Dieses Placet wurde einstimmig erteilt.