VERKEHR
Zur Berichterstattung über die Einrichtung einer Fahrradspur in der Trierer Gartenfeldstraße:
Ich fahre fast täglich durch die Straße im Gartenfeld und wundere mich, dass man im Rathaus immer noch an der augenblicklich unmöglichen Verkehrsregelung festhält. Besonders in den Morgen- und Abendstunden bildet sich durch die Sperrung der einen Fahrspur für die Autofahrer ein Rückstau, der teilweise bis in die Güterstraße reicht. Ich habe längere Zeit den Verkehrsfluss beobachtet und festgestellt, dass nur ganz wenige Radfahrer auf dem Radweg fahren. Durch die Staus wird die Wohn- und Lebensqualität in Trier-Ost erheblich verschlechtert. Die Verkehrsregelung widerspricht nach meiner Auffassung jeglicher Realpolitik. Die Fahrbahnbreite vor der Ampelanlage reicht nicht aus, um die heutige oder gar künftige Verkehrsmenge zügig und sicher zu bewältigen. Auch ich bin für eine größtmögliche Sicherheit für Fahrradfahrer. Im Einzelfall ist es richtig zu prüfen, ob eine Rad-Vorrang-Route zur Verbesserung führt. Im Gartenfeld würde genügen, wenn für Radfahrer, auf der zweiten Spur genau wie auf der linken Spur, vor der Ampel eine kleine Rad-Vorrang-Spur angeordnet würde. Die für den fließenden Verkehr zweite Spur ab Mitte Gartenfeld nur für Fahrradverkehr frei zu halten, hat mit umweltfreundlicher Mobilität nichts mehr zu tun und hat sich in Wirklichkeit als Illusion entpuppt. Mit Sperrung der Brücke Hermesstraße wird der Durchgangsverkehr im Gartenfeld erheblich ansteigen, wodurch sich die Probleme weiter verschärfen dürften. Man kann nur hoffen, dass die nicht durchdachten Gedankenspiele zeitnah im Rathaus beendet werden, denn nur eine sinnvolle Verknüpfung ermöglicht einen stadtverträglichen Verkehr, wobei die Situation für alle erträglicher gemacht werden muss, für Fußgänger, Radfahrer, Autofahrer und vor allen Dingen für die Anwohner. Bei der derzeitigen Entscheidung vermisse ich auch die Wirtschaftsfreundlichkeit im Rathaus, denn durch solch sinnlose Maßnahmen wie im Gartenfeld drohen wirtschaftliche Einbußen beim Einkauf in der Innenstadt. Sind die Verantwortlichen im Rathaus bereit, eine nicht bewährte Lösung rückgängig zu machen? Manfred Maximini, Trier