VERKEHR

Zur Berichterstattung über geplante Änderungen des Busfahrplans in der Stadt Trier:

Viele Änderungen, die der ab dem 13. Dezember 2014 geltende Fahrplan bringen wird, sind sehr positiv. So zum Beispiel, dass die Linie 12 während der Vorlesungszeiten viermal statt bisher zweimal zur Hochschule Schneidershof fährt. Oder der Einsatz eines zusätzlichen Wagens auf der Linie 1, mit dem man diese Linie pünktlicher machen möchte. Nicht zu vergessen die Linie 7, die wieder alle Haltestellen im Trierer Hafen bedienen wird. Dummerweise müssen diese Verbesserungen von den Stadtwerke-Kunden in den Gewerbegebieten Zewen und Euren, in Trier-West, in Pallien, im Bereich der Ziegelei und in Neu-Heiligkreuz bezahlt werden. Denn der Linie 2 hat der Stadtwerke-Aufsichtsrat eine Schrumpfkur verordnet. Statt bisher dreimal pro Stunde wird die Linie 2 nur noch zweimal stündlich verkehren. Frank Birkhäuer, der Leiter der SWT-Verkehrs-GmbH, begründet dies mit einer "Fahrgastabwanderung". Ich nutze seit über elf Jahren täglich die Busse der Linie 2, zu unterschiedlichsten Tageszeiten. Die behauptete "Fahrgastabwanderung" kann ich nicht bestätigen. Im Gegenteil, in den vergangenen Jahren hat die Zahl der Fahrgäste der Linie 2 zugenommen. Ab dem 13. Dezember kürzt man den Nutzern der Linie 2 das Busangebot um ein Drittel, und zum 1. Januar werden die Fahrpreise erhöht. Das nennen die Stadtwerke dann ein attraktives Angebot des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Am 7. August durfte ich im TV lesen, dass Stadtwerke-Chef Olaf Hornfeck sich von dem zusammen mit der Firma Stadtmobil angebotenen Carsharing "langfristig eine Stärkung des ÖPNV verspricht". Eine Stärkung des ÖPNV kann Herr Hornfeck auch sehr kurzfristig und einfach erreichen, indem er die geplanten Kürzungen auf der Linie 2 zurücknimmt. Andreas Künkler, Trier