VERKEHR
Zum Bericht "Ab sofort gilt im Süden Tempo 30" (TV vom 25. Juli):
Dies ist mal wieder ein echter Beitrag der Rubrik "Operative Hektik ersetzt geistige Windstille"! Ich wohne seit über zehn Jahren in der Saarstraße, schlafe zur Straße hin und grundsätzlich bei offenem Fenster. Die fünf bis sechs Autos, die in der Nacht durch die Straße fahren, haben mich dabei noch nie gestört. Die Fahrer werden sich von den neuen Schildern nicht aufhalten lassen, schon gar nicht nachts, wenn alles frei ist. Die anderen - teilweise viel schlimmeren - Lärmquellen bleiben unberücksichtigt. Wie etwa die Busse, deren Haltestellen grundsätzlich vor Wohnhäusern sind. Oder die Nachtschwärmer, die jedes Wochenende (teilweise auch über die Woche) grölend, brüllend, singend und Mülleimer zerschlagend durch die Straße ziehen. Wollt ihr für die auch Schilder aufstellen? Oder ab 22 Uhr den Busverkehr verbieten? Das würde doch mal einen richtigen Aufschrei verursachen. Aber damit käme man als Politiker ja in die Gefahr, sich unbeliebt zu machen. Also lieber halbherzige Aktionen, die zwar nichts bringen, aber gut aussehen. Wer ist denn schon an der Zufriedenheit der Bürger interessiert? Elisabeth Hornig, Trier