VERKEHR

Zur Berichterstattung über die Buslinienführung in Trier-Zewen:

Meinung

Empörung absolut verständlich
Die bei der Bürgerversammlung geäußerte Empörung vieler Einwohner Zewens über die geplante Verlängerung der Linie 2 durch Straßen des Stadtteils, die für Linienbusverkehr ungeeignet sind, sowie über die vorgesehene Ausweitung der Linie 81 (Sternbusse am Wochenende) mit Gelenkbussen ist absolut verständlich. Die bereits maroden Straßen sowie die Nerven der Anwohner sollen noch stärker malträtiert werden. Wenn dann in Kürze die Straßen gänzlich unbefahrbar sind, sollen die Anlieger auch noch für die Sanierungskosten zur Kasse gebeten werden. Die Auslastung der Busse ist in beide Richtungen außer zu den Hauptverkehrszeiten sehr gering. Zur Entlastung der betroffenen Straßen sollte eine Verlegung der Trasse in einer Richtung über die B 49 in Erwägung gezogen werden. Die vorhandenen und geplanten Lösungen sind nichts anderes als Anhängsel an bestehende Buslinien und werden damit in keiner Weise den örtlichen Gegebenheiten und dem tatsächlichen Bedarf des Stadtteils gerecht. Es ist nicht nachvollziehbar, dass im Vorfeld solcher für viele Bürger einschneidenden Entscheidungen Wissensträger und politische Gremien vor Ort außen vor gelassen werden. Grundsätzlich ist eine Ausweitung des öffentlichen Personennahverkehrs zu begrüßen. Hierbei dürfen jedoch die betroffenen Bürger nicht das Gefühl bekommen, alles werde über ihre Köpfe hinweg ohne Berücksichtigung ihrer berechtigten Interessen entschieden. Ganz schnell wird nämlich ansonsten der für viele Menschen eher abstrakte Begriff des Wutbürgers zur Realität. Stefan Binz, Trier-Zewen

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