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Verkehrsbehinderung durch Protestaktion und Fahrraddemo in Trier

Staus in der Innenstadt : Aktivisten blockieren Hauptverkehrsstraße in Trier – Danach Fahrraddemo und Kundgebung

Bevor die Fahrraddemonstration der „Klimavernetzung Trier“ über die Bühne ging, haben Klimaaktivisten mit einer Protestaktion starke Verkehrsbehinderungen in Trier verursacht. Schon am Mittag war die Stadt dicht.

(red) Schon am Mittag hat eine Aktion von Klimaaktivisten in Trier für enorme Verkehrsbebehinderungen gesorgt. Gegen 12 Uhr meldeten Verkehrsteilnehmer der Polizei, dass mehrere Personen das Katharinenufer in Fahrtrichtung Konz, in Höhe der Böhmerstraße, blockierten.

Vor Ort fanden die Beamten 15 Aktivisten, die mit Plakaten gegen den Moselaufstieg demonstrierten. Eine Person hing auf etwa vier Metern Höhe in einer auf der Fahrbahn platzierten Holzkonstruktion. An den Beinen des Holzgestells hielten sich weitere Personen mit zusammengeklebten Händen fest.

Die Polizei forderte die Aktivisten mehrfach über Lautsprecherdurchsagen zur Räumung der Fahrbahn auf. Nachdem den Aufforderungen nicht gefolgt wurde, lösten Polizeikräfte die Blockade um 13.45 mit Unterstützung der Höhenrettung der Berufsfeuerwehr Trier auf. Dabei leistete eine Person Widerstand gegen die Einsatzkräfte.

 Los geht’s: Fahrradfahrer für eine sozial oder Klima gerechte Mobilitätswende starten an der Porta Nigra.
Los geht’s: Fahrradfahrer für eine sozial oder Klima gerechte Mobilitätswende starten an der Porta Nigra. Foto: TV/Hans Krämer

Um 14.05 Uhr konnte die Fahrbahn in Richtung Konz wieder freigegeben werden. Zwischenzeitig führte die Blockade zu Staus und Verkehrsbehinderungen in der Stadt. Die Polizei ermittelt nun unter anderem wegen eines möglichen Verstoßes nach dem Versammlungsgesetz. Die mitgeführten Plakate und das Holzgestell deuten darauf hin, dass es sich bei der Aktion um eine geplante und nicht angemeldete Demonstration gehandelt haben dürfte.

Auch die Radfahrer starteten eine Demo an der Porta gegen 15 Uhr mit etwa 70 Fahrrädern. Gewöhnlich finden am ersten Juni-Wochenende bundesweit Aktionen für eine sozial- und klimagerechte Mobilitätswende statt.

Organisiert wurde die Fahrraddemo von der Klimavernetzung Trier, die ein Zusammenschluss folgender Gruppen aus Trier ist: Das AntiAtomNetz Trier, der BUND Trier-Saarburg, das Dezernat V, Extinction Rebellion Trier, Fair Change Trier, Fridays for Future Trier, Greenpeace Trier und die Grüne Jugend Trier-Saarburg.

Die erste Gruppe der Fahrraddemo radelte von der Simeonstraße über die Nordallee und Lindenstraße entlang des Moselufers zur Südallee und von dort über Ostallee, Bismarckstraße, In der Reichsabtei, Schöndorfer Straße, Avelsbacher Straße, Domänenstraße, Güterstraße, Gartenfeldstraße, Ostallee, Balduinstraße und Sichelstraße zur Rindertanzstraße. 

Die zweite Gruppe startete fünf Minuten später und fuhr von der Simeonstraße über Nordallee, Lindenstraße, Kaiser-Wilhelm-Brücke, Bitburger Straße, Kölner Straße, Martinerfeld, Aachener Straße, Römerbrücke, Barbaraufer, Hohenzollernstraße, Saarstraße, Südallee, Ostallee, Bismarckstraße, In der Reichsabtei, Schöndorfer Straße, Wasserweg und Paulinstraße zur Rindertanzstraße. Auf dem Parkplatz an der Rindertanzstraße fand anschließend eine Kundgebung statt.