Verkehrssicherheit im Blick

TRIER. Mehr als 30 Jahre lang hat Günther Zierau Autos, LKW und Busse intensiv auf ihre Verkehrssicherheit geprüft. Nun tritt der Chef der Dekra-Niederlassung Trier in den wohl verdienten Ruhestand und überlässt seinem Nachfolger Thomas Reuter das Feld.

Eines hat Günther Zierau in seinem langen Berufsleben immer wieder festgestellt: "Die Leute kommen mit einer gewissen Anspannung zu uns. Es geht schließlich darum, ob sie eine Plakette für ihr Fahrzeug bekommen." Dem 62-Jährigen war es daher ein Anliegen, den Kunden Hilfestellung zu geben und ihnen nicht mit erhobenem Zeigefinger zu begegnen, wenn etwas an ihren Fahrzeugen nicht in Ordnung war. Eine Maxime stand für Zierau im Vordergrund: "Die Dekra hat einen gesellschaftlichen Auftrag. Und der lautet, die Verkehrssicherheit der Fahrzeuge zu gewährleisten." Als der gelernte Werkzeugmacher und Maschinenbauingenieur 1978 sein Amt in Trier antrat, zählte die Dekra gerade einmal fünf Mitarbeiter und erwirtschaftete einen Jahresumsatz von rund 128 000 Euro. Heute sind in der Niederlassung an der Luxemburger Straße 31 Mitarbeiter beschäftigt, und der Umsatz beträgt knapp vier Millionen Euro. Die Dekra ist im gesamten ehemaligen Regierungsbezirk aktiv und unterhält vier feste Stationen in Trier, Wittlich, Bitburg und Thalfang. "Das ist sicherlich auch ein Verdienst von Günther Zierau", lobte bei dessen Verabschiedung am Freitag im Café Weisshaus über den Dächern von Trier Kurt Rößner, Vorsitzender der Geschäftsführung. Zieraus fundiertes Know-how über Automobiltechnik, seine große Berufserfahrung und die über Jahre gewachsenen Geschäftsbeziehungen seien Garanten für den Erfolg gewesen. Seit Jahresbeginn hält ein gebürtiger Trierer das Ruder in der Hand: Thomas Reuter, 36, absolvierte seine Ausbildung zum KFZ-Mechaniker bei Auto Junk, studierte Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen und war bereits von 1994 bis 1999 als Prüfingenieur an der Trierer Dekra-Niederlassung tätig. "Ich freue mich auf diese Herausforderung", sagte Reuter. Günther Zierau wünscht seinem Nachfolger, dass ihm eine schweißtreibende Erfahrung, die er selbst gemacht hat, erspart bleibt: "Ich erinnere mich noch daran, dass ich einmal einen Tanklastzug mit Anhänger prüfte. Stundenlang fuhr ich herum, es schien alles in Ordnung zu sein. Doch als ich den Laster an einer Anhöhe abstellen wollte, platzte eine Bremsleitung - und ich hatte alle Hände voll zu tun, das Fahrzeug mit der Handbremse zum Stehen zu bringen."

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