Vertrauliche Spurensicherung hilft weiblichen Opfern

Vertrauliche Spurensicherung hilft weiblichen Opfern

Erfahrungen mit der Vertraulichen Spurensicherung nach sexueller Gewalt war ein Thema beim Regionalen Runden Tisch (RRT) Eifel, an dem auch der für die Eifelregion zuständige Frauennotruf Trier teilgenommen hat.

Trier/Wittlich. Der RRT Eifel ist ein interdisziplinäres Gremium von Polizei, Justiz, Beratungsstellen, Institutionen und Vereinen, die mit Gewalt befasst sind. Viele Opfer von sexuellen Übergriffen scheuen sich, direkt danach Strafanzeige zu stellen, so die Erfahrung des Frauennotrufs. Dies sei sehr häufig aus Scham oder Angst der Fall. Bei späteren Anzeigen sei es in der Regel aber schwierig, ausreichend objektive Beweismittel zu finden, die zu einer Verurteilung des Angeklagten führen könnten.
Das Angebot der Vertraulichen Spurensicherung schließt innerhalb der Akutversorgung für Frauen eine Lücke. Vertrauliche Spurensicherung bedeutet, dass, unabhängig von einer Anzeige, eine betroffene Frau nach einem Übergriff oder Vergewaltigung in ein Krankenhaus gehen kann, um sich untersuchen zu lassen. Die Frauen haben somit Zeit, sich zu stabilisieren und Unterstützung zu suchen. Sie können zu einem späteren Zeitpunkt Anzeige erstatten. red
Auskünfte über die Vertrauliche Spurensicherung gibt der Frauennotruf Trier, Ostallee 27, 0651/2006588. Zudem sind die gynäkologischen Stationen im Mutterhaus Trier und im Verbundkrankenhaus Wittlich Ansprechpartner.

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