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Verwaltungsgericht: Stadt muss Bauvorbescheid für geplantes Studentenwohnheim erteilen

Verwaltungsgericht: Stadt muss Bauvorbescheid für geplantes Studentenwohnheim erteilen

Das Verwaltungsgericht Trier sieht keine bauplanungsrechtlichen Bedenken gegen ein in der Hornstraße in Trier geplantes Studentenwohnheim. Es verpflichtete die Stadt zur Erteilung eines Bauvorbescheides.

In der Hornstraße in Trier-West ist ein dreigeschossiges Studentenwohnheim mit 27 Appartements geplant. Die Stadt hatte die Erteilung des beantragten Bauvorbescheids mit der Begründung abgelehnt, das Vorhaben füge sich nicht in die vorhandene Umgebungsbebauung ein und löse durch die im Vergleich zur näheren Umgebung hohe bauliche Ausnutzung des Grundstücks bodenrechtliche Spannungen aus. Außerdem harmoniere der geplante Neubau unter architektonischen und ästhetischen Gesichtspunkten nicht mit der Umgebungsbebauung.

Dem traten die Richter der 5. Kammer nach einer Ortsbesichtigung entgegen. Es könne nicht festgestellt werden, dass durch das geplante Studentenwohnheim angesichts der in der näheren Umgebung vorhandenen Bebauung bodenrechtliche Spannungen erzeugt würden. Der geplante Baukörper sei weder von seiner Höhe her noch hinsichtlich des umbauten Raums aus dem Rahmen fallend. In der näheren Umgebung seien bereits mehrere dreigeschossige Gebäude vorhanden, die teilweise weit in den rückwärtigen Grundstücksbereich hinein ragten. Im Übrigen befänden sich im weiteren Verlauf der Hornstraße jeweils Gebäudekomplexe, die von der Kubatur her noch deutlich größer seien als das geplante Vorhaben. Darauf, ob der geplante Neubau unter architektonischen und ästhetischen Gesichtspunkten mit der Umgebungsbebauung harmoniere, weil er hinsichtlich äußerer Gestaltung und Dachform neue Maßstäbe in der Umgebung setze, komme es bei der Frage des Einfügens nicht an. Einen Grundsatz dahingehend, dass sich in durch vorwiegend ältere Bauten geprägten Gebieten nur traditionelle Bauweisen einfügten, gebe es nicht. Ein Nebeneinander von moderneren und althergebrachten Baustilen sei vielerorts anzutreffen.

Mit Urteil vom 4. September (5 K 478/13.TR) verpflichtete die 5. Kammer daher die Stadt zur Erteilung eines Bauvorbescheids. Gegen die Entscheidung können die Beteiligten innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe der Entscheidung die Zulassung der Berufung durch das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz beantragen.