VG-Rat Ruwer trifft sich zur konstituierenden Sitzung

Konstituierende Sitzung in Ruwer : Stefan Metzdorf wird erster Beigeordneter

Der Verbandsgemeinderat Ruwer hat sich in seiner ersten Sitzung nach der Kommunalwahl konstituiert. Im Mittelpunkt standen die Wahlen der Beigeordneten und der Ausschüsse. Außerdem ging es um den Brandschutz.

Die Kommunalwahl am 26. Mai hat zu deutlichen Verschiebungen im Rat der Verbandsgemeinde (VG) Ruwer geführt: 15 Ratsmitglieder sind ausgeschieden – darunter nicht wenige, die dem Gremium über ein Jahrzehnt und länger angehört hatten.

Viele neue Gesichter prägen somit die Runde im Waldracher Rathaussaal, während altvertraute Urgesteine wie etwa der bisherige erste Beigeordnete Karl-Heinrich Ewald (SPD) im Zuschauerraum sitzen. Viele sind allerdings auch gar nicht mehr zur ersten Sitzung der neuen Legislaturperiode erschienen.

Ewalds Stellvertreter Josef Kruft (FWG) hat nochmals bis zur Wahl seines Nachfolgers vorne neben der Bürgermeisterin Platz genommen. Die Fraktion der Grünen fehlt ganz. Sie war nach internen Querelen nicht mehr zur Wahl angetreten (der TV berichtete). Davon hat offenbar die SPD profitiert, die wie die FWG mit elf Sitzen in den neuen Rat einzog – dicht gefolgt von der CDU, die nach Verlusten mit zehn Mitgliedern vertreten ist.

Erste parlamentarische Amtshandlung von Bürgermeisterin Stephanie Nickels in der neuen Legislaturperiode ist die Verpflichtung der neuen Ratsmitglieder per Handschlag. Danach ruft Nickels zur geheimen Neuwahl des ersten und zweiten Beigeordneten auf.

Die CDU schlägt ihr Fraktionsmitglied Matthias Steuer vor. Die SPD benennt Stefan Metzdorf, die FWG verzichtet auf einen eigenen Vorschlag. Metzdorf holt 18 Stimmen, Steuer zehn Stimmen, ein Ratsmitglied enthält sich.

Vor der Wahl des zweiten Beigeordneten schlägt die FWG ihr neues Ratsmitglied Daniel Philippi vor. SPD und CDU verzichten auf eigene Vorschläge. Das Ergebnis: 19 Ja- und zwei Neinstimmen, sieben Enthaltungen, eine Stimme ungültig.

Nach ihrer Vereidigung und Ernennung zu ehrenamtlichen Beamten auf Zeit danken Metzdorf und Philippi für das Vertrauen und hoffen auf eine stets gute und an der Sache orientierte Zusammenarbeit.

In offener Abstimmung folgen die Wahlen zu den Ausschüssen. Für die SPD gehen in den Haupt- und Finanzausschuss: Dirk Bootz, Andreas Stüttgen und Ulrich Krugmann. Die CDU entsendet Matthias Steuer, Olaf Hein und Erhard Scherf, und die FWG Daniel Philippi, Silvia Klemens und Wilfried Forster.

Die Wahl zum Bau- und Planungsausschuss: Für die SPD Klaus Simon, Karl-Heinz Rump, Stephan Seeling. CDU: Mathias Thesen, Pauline Braun, Sebastian Müller. FWG: Carsten Geib, Holger Konz, Andreas Dewald. Werksausschuss Abwasser: Bernhard Stüber, Dieter Konz, Mark Stüttgen für die SPD, Gerd Zonker, Hans Jakobs, Sebastian Schmitz für die CDU und Werner Neufing, Gerhard Philippi, Uwe Kirchartz für die FWG.

Eine offizielle Verabschiedung der Ausgeschiedenen ist an dem Abend nicht vorgesehen. Stattdessen teilt Bürgermeisterin Nickels mit, dass dazu eine eigene Veranstaltung am 15. Juli, 18 Uhr, im Rathaus geplant sei.

Die ersten drei Entscheidungen des neuen Rates betrafen den Brandschutz in der Verbandsgemeinde (VG). Auf einstimmigen Beschluss wurde die vom beauftragten Büro BauTec als Entwurf vorgelegte Planung des neuen Feuerwehrhauses Pluwig/Gusterath, Variante I, zur weiteren Bearbeitung freigegeben. Ebenso stimmte der Rat einer Nutzungsvereinbarung zwischen der Verbandsgemeinde Ruwer und der Gemeinde Pluwig über ein gemeindeeigenes Grundstück zu, das als zusätzliche Fläche für den Bau des neuen Feuerwehrhauses erforderlich ist. Dazu lag ein Vertragsentwurf des Trierer Notariats Dempfle und Steinhauer vor.

Nochmals einstimmig beschloss der Rat einen Auftrag an die Firma Magirus GmbH Ulm zur Lieferung des Fahrzeugaufbaus für ein neues Mehrzweckfahrzeug der Feuerwehr Kasel. Mit der technischen Ausstattung des Fahrzeugs wurde die Firma Schmitt Feuerwehrtechnik Neuwied beauftragt. Für die Beschaffung ist im Haushalt 2019 ein Ansatz von 100 000 Euro eingestellt und für 2020 ein Betrag von 198 000 Euro.

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