(Video) Kindertagesstätten besichtigen im Rahmen der Heilig-Rock-Tage den Trierer Dom

(Video) Kindertagesstätten besichtigen im Rahmen der Heilig-Rock-Tage den Trierer Dom

Eine große Schar Kinder aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland hat gestern den Dom in Trier besucht. Insgesamt 3200 Jungen und Mädchen aus Kindertagesstätten kamen zu Besuch. Lucky war mit dabei: Es gab viel zu entdecken und zu lernen.

Die Kindertagesstätten (Kitas) waren zu den Heilig-Rock-Tagen des Bistums Trier eingeladen. Jedes Jahr feiert die katholische Kirche dieses Fest für das gesamte Bistum. Der Name "Heiliger Rock" stammt von einem berühmten Kleidungsstück. Jesus selbst soll diesen Rock vor rund 2000 Jahren getragen haben. Er wird in der Domkirche in Trier aufbewahrt.

Direkt betrachten konnten ihn die Kinder dennoch nicht. Das mussten auch die 19 Besucher der Kita St. Petrus aus Welschbillig bei ihrer Führung durch den Dom feststellen. Unter einer Glaskuppel war nur eine große, mit Edelsteinen verzierte Kiste zu sehen. "Der Heilige Rock ist schon sehr alt und daher sehr empfindlich. Damit er nicht beschädigt wird, ist er meistens in der Truhe verschlossen", erklärte Brigitte Fieten. Sie zeigte den Gästen aus Welschbillig die besonderen kleinen Ecken in der großen Kirche. Zu entdecken gab es einiges. Beispielsweise ein Bild auf dem Altar, das Noah beim Bau seiner Arche zeigt. "Das ist der Mann, der die Tiere auf die Arche geholt hat", wussten die Kinder Bescheid. Und auch die Statue von Kaiser Konstantin stieß auf Bekanntheit: "Konstantin heißt mein Vater."

Kirchenmäuse begeistern Kinder

Auch viele Tiere waren im Dom zu sehen - allerdings nur als Figuren aus Stein oder Metall. Am meisten Aufmerksamkeit erregten die beiden Kirchenmäuse "Stanzi" und "Hella" am Geländer einer Treppe gleich neben dem Domeingang. Ihre Namen haben sie von Kaiser Konstantin und seiner Mutter Helena. Beide haben vor vielen Jahrhunderten viel in Trier bewirkt. Helena brachte den Heiligen Rock aus Jerusalem dorthin.
Nach der Führung ging die Entdeckungstour in der Stadt weiter. Die Kita-Gruppen konnten zwischen verschiedenen Angeboten wählen. Besonders beliebt war das Musical "Niemand ist zu klein, ein Held zu sein". Manfred Kessler spielte die Rolle des Gartenzwergs Waldemar. Ihn begleiteten die Kinder aus insgesamt 26 Kitas mit ihrem Gesang auf einer Reise in den afrikanischen Urwald.

Die Kita St. Martinus aus Trier-Zewen hatte stattdessen das Stadtmuseum als Ziel gewählt. Museumsmitarbeiterin Martina Konirova machte hier eine Führung:. "Caritas", begann sie, "das bedeutet Nächstenliebe und Wohltätigkeit. Also jemand anderem etwas Gutes tun". An mehreren Statuen und Gemälden im Museum stellte sie dann Beispiele für Menschen vor, die sich die Nächstenliebe und Wohltätigkeit eingesetzt haben. Zum Beispiel Jakobus: Der war Apostel, also einer der engsten Freunde von Jesus. Jakobus unterstützte vor allem die Reisenden. In Trier ließ er für sie ein Krankenhaus und eine Kirche bauen.
Im Gottesdienst mit Bischof Robert Brahm tauchte das Thema "Anderen Gutes tun" wieder auf. "Wie oft denken Menschen, hoffentlich schaffe ich das. Hoffentlich ist jemand da, der mir hilft. Es gibt einen, der das immer tut: Gott", meinte Brahm. Er forderte alle dazu auf, dieses gute Geschenk von Gott an andere Menschen weiterzugeben.
Heute geht der Kita-Begegnungstag im Dom in die zweite Runde. Noch einmal werden rund 3100 Kinder erwartet.