Viel Aufmerksamkeit für kleine Leute
"Schön, dass ihr uns heute hier besuchen kommt", begrüßt Weihbischof Jörg Michael Peters die Schüler beim "Tag der Förderschüler" am 29. April während der Heilig-Rock-Tage in Trier. Die Resonanz auf die Veranstaltung ist groß.
Trier. (red) Die Schüler sind zunächst sehr verlegen, fassen jedoch Vertrauen, als der Weihbischof Jörg Michael Peters sie in ihrem heimatlichen Dialekt begrüßt: "Ich komme auch aus dem Saarland, aus Losheim", erklärt er den verdutzten Schülern. Jetzt siegt die Neugier: "Was ist das für ein Hut?", "Darf ich den mal anziehen?" und "Was arbeitest du hier?" sind nur einige der Fragen, die jetzt kommen. Und Weihbischof Peters beantwortet alle Fragen geduldig. "Der Hut heißt Mitra, und so eine hat jeder Bischof", erklärt er und setzt sie einem der Schüler einfach auf den Kopf. Auch Ring und Kreuz dürfen die Schüler anschauen und anfassen. "Und dann erklärt er den Kindern noch in einfachen Worten, was es mit dem Dom und dem Heiligen Rock auf sich hat. "Den hatte Jesus an, so wie ihr hier eure Jacken anhabt", sagt der Weihbischof und lädt die Schüler ein, sich den Schrein mit dem Heiligen Rock einmal aus der Nähe anzuschauen. Neugierig geworden, ziehen die Schüler ihre Lehrer hinter sich her in Richtung Kapelle - nicht, ohne vorher ein Abschiedsbild mit dem Weihbischof zu machen.
Nicht nur die kleine Gruppe steht an diesem Tag im Mittelpunkt: "Am Tag der Förderschulen sind alle unsere Schüler einmal die Hauptpersonen", weiß Brunhilde Werner, die ehrenamtlich diesen Tag organisiert und selbst an der Trierer Treverer-Schule arbeitet. Nicht nur ein Besuch des Doms und Stadtführungen stehen auf dem Programm: Rund um den Dom können sich die Förderschüler an zahlreichen Workshops beteiligen, und zum Abschluss gibt es einen Gottesdienst extra für Förderschüler im Dom. Bei Schülern, Lehrern und Betreuern kommt so viel Aufmerksamkeit offenbar gut an. Rund 800 Förderschüler, Lehrer und Betreuer haben sich zum "Tag der Förderschüler" getroffen. "Wir haben nicht schlecht gestaunt, als wir den Anmeldestand gesehen haben", freut sich Brunhilde Werner. Vergangenes Jahr seien es 350 Schüler gewesen, die die Heilig-Rock-Tage besucht hätten, "und auf diese Zahl waren wir schon stolz". Dieses Jahr habe sich die Zahl der teilnehmenden Förderschüler mit 600 fast verdoppelt, dazu kämen noch Lehrer und Betreuer. "Das zeigt den Stellenwert, den dieser Tag für die Förderschulen hat."
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