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JUNIOR-Projekt: Viel Erfahrung aus der Welt der Wirtschaft

JUNIOR-Projekt : Viel Erfahrung aus der Welt der Wirtschaft

Ein Schuljahr lang haben acht Schüler des Auguste-Viktoria-Gymnasiums mit ihrem Unternehmen CMBH am JUNIOR-Projekt teilgenommen.

Am Anfang war die Idee, dann folgten die Marktforschung, die Partnersuche, schließlich die Produktion und dann der Verkauf. Genau wie bei einem richtigen Unternehmen geht es zu bei CMBH - den Creators mit beschränkter Haftung, der Schülerfirma am Trierer Auguste-Viktoria-Gymnasium. Zu Beginn des Schuljahres hatten sich acht Schüler aus den Klassen acht bis zehn zusammengetan, um als Teil des Wahlpflichtfachs Sozial- und Wirtschaftskunde ihre Firma zu gründen und mit CMBH auch am bundesweiten JUNIOR-Projekt des Instituts der deutschen Wirtschaft teilzunehmen.

Nun, kurz vor Ende des Schuljahres, ziehen die Schüler und ihr betreuender Lehrer Andreas Lohr Bilanz. Ihre Idee, ein Hoodie (Kapuzenjacke) mit Schul-Logo, kam gut an, 154 wurden bestellt, sie werden gerade in Kooperation mit dem Trierer Unternehmen Tri-Sign produziert und in Kürze ausgeliefert. „Wir hatten eine lange Liste von Ideen, zum Beispiel Karl-Marx-Schlüsselanhänger oder einen Streetfood-Führer für Trier, die Wahl fiel dann aber ziemlich schnell auf den Hoodie“, sagt Miriam, die mit Nicolas den Vorstand von CMBH bildet.

Nach der Findungsphase wurden die einzelnen Abteilungen aufgeteilt. Die Marketingexperten begannen mit der Marktforschung, die Schüler durften bei Logo, Design, Farbe, aber auch dem Preis mitentscheiden. Am Ende war das Hoodie grau und wurde zum Stückpreis von 27,90 Euro angeboten. „Wir haben einen Prototypen in verschiedenen Größen bedrucken lassen und sind damit durch die Klassen gezogen, um Werbung zu machen und den Verkauf anzukurbeln“, sagt Jakub aus der Marketingabteilung.

Per Elternbrief und Verkaufsstand wurde zudem für das CMBH-Produkt geworben. Als die Stückzahl von 150, die nötig war, um die Hoodies zu diesem Preis anbieten zu können, erreicht war, endete die Verkaufsphase, es können offiziell auch keine Nachbestellungen mehr angenommen werden, weil die Schülerfirma mit dem Ende des Schuljahrs erlischt. Wer wegen eventueller Ausnahmen Kontakt zur Firma aufnehmen will, kann dies per Mail an info.cmbh-trier@gmail.com machen.

Mindestens zwei Stunden pro Woche haben die Schüler als Unternehmer verbracht. „Ich wollte mal reinschnuppern, wie so ein Unternehmen funktioniert, und es war richtig viel Arbeit“, sagt Milaxsha. „Später einmal eine eigene Firma zu gründen ist gar nicht so blöd“, meint Jakub. „Wir haben vor allem gelernt, wie wichtig es ist, als Team zu arbeiten, und dass es gar nicht so einfach ist, Kompromisse zu finden“, betont Matthias.

Mit dem Endprodukt, aber vor allem den Erfahrungen, die sie fürs Leben gemacht haben, sind alle aber sehr zufrieden. Am Ende des Schuljahrs steht auch der Gewinn fest, den CMBH gemacht hat. Zunächst wurden Förderurkunden verkauft, um das Stammkapital zu bilden, dann wurden die Hoodies verkauf. Von diesen Einnahmen gehen die Produktionskosten sowie der Lohn von 0,25 Euro pro Stunde für die Schüler ab. Der gesamte Gewinn wird beim nächsten Assembly des AVG  an die Villa Kunterbunt gespendet.

So sehen die Schul-Hoodies aus der Nähe betrachtet aus. Foto: TV/Björn Pazen/Schule

Eine sehr gute Note erhalten die JUNIOR-Teilnehmer von ihrem betreuenden Lehrer Andreas Lohr: „Ich war beeindruckt vom Engagement der Schüler und der Offenheit, mit der sie die Probleme angegangen sind. Sie haben eine tolle offene Unternehmenskultur etabliert.“