Viel Geld für regionale Zusammenarbeit

Viel Geld für regionale Zusammenarbeit

Gute Nachricht aus Brüssel: Die EU ist bereit, die Gründung einer gemeinsamen Energie-Agentur von Trier und den Landkreisen Trier-Saarburg, Bernkastel-Wittlich, Bitburg-Prüm und dem Vulkaneifelkreis mit 250 000 Euro zu fördern.

Trier. Triers Baudezernentin Simone Kaes-Torchiani hat die Chance genutzt, die die EU im vergangenen Jahr bot. Bis Ende Juni konnten sich Kommunen und Organisationen um einen Zuschuss zur Gründung sogenannter Energie-Agenturen bewerben. Gefördert werden sollte nicht nur der Energiespargedanke, sondern auch die damit verbundene Wirtschaftsbranche. Kaes-Torchiani reichte ein Konzept für die Region Trier ein - und war damit erfolgreich: Aus einer unbekannten Zahl Bewerbungen sei der Antrag aus Trier zusammen mit nur fünf weiteren aus ganz Europa ausgewählt worden, bestätigte die Trierer Stadtverwaltung gestern entsprechende TV-Informationen. 250 000 Euro hat die EU zum Aufbau einer Energie-Dienstleistungs- und -Beratungsstelle für Bürger, Betriebe und Gemeinden in Aussicht gestellt. Vorausgesetzt freilich, dass die im Förderantrag dargestellte Zusammenarbeit zwischen der Stadt Trier und den umliegenden Landkreisen Trier-Saarburg, Bernkastel-Wittlich, Bitburg-Prüm und Vulkaneifelkreis auch zustande kommt.

Das Konzept sei in den politischen Gremien der Kreise auf "allgemeines Interesse" gestoßen, es habe zahlreiche konstruktive Anregungen gegeben, heißt es seitens der Stadtverwaltung Trier. "Von der Zusammenarbeit der Kommunen und ihrer Vorbildfunktion hängt ab, wie eine zukunftsfähige Energieversorgung der Region gestaltet werden kann", hofft Triers Oberbürgermeister Klaus Jensen auf gute Zusammenarbeit. Gesichert ist die nach TV-Informationen allerdings noch nicht. So wird im Landkreis Bernkastel-Wittlich derzeit die Gründung einer Energieagentur mit der Einheitsgemeinde Morbach beratschlagt, die als Vorbild in Sachen Energieversorgung gilt. EU-Gelder gibt es dafür zumindest bislang nicht.

Nach dem Trierer Konzept sollen neben Stadt und Landkreisen die regionalen Energieversorger, Genossenschaftsbanken und Sparkassen und Handwerks- sowie Industrie- und Handelskammer die Agentur finanzieren. Nach TV-Informationen werden rund 600 000 Euro pro Jahr benötigt. Abzüglich der Zuschüsse von Banken und Fördermitgliedern sollen sich Stadt und Landkreise nach Zahl ihrer Einwohner diese Summe teilen. Bis zu fünf Mitarbeiter sollen dafür zuständig sein, dass die Agentur zur zentralen Anlaufstelle für alle Serviceleistungen rund um das Thema Energie wird. Konkurrenz zu den Firmen und Dienstleistern der Branche soll dadurch nicht entstehen. Vielmehr sollen deren Interessen gebündelt und gefördert werden und dazu Universität und Fachhochschule ebenso wie ehrenamtliche Aktive eingebunden werden.

Reaktionen aus den Landkreisen blieben gestern bis Redaktionsschluss aus.

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