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Viel Hilfsbereitschaft für die Lebenshilfe

Viel Hilfsbereitschaft für die Lebenshilfe

Mit einem Frühlingsfest ist die Aktion "Eine Stunde für die Lebenshilfe Trier" zu Ende gegangen. Mehr als 40 Firmen und Privatpersonen haben sich daran beteiligt. Wolfgang Enderle, Vorstandsvorsitzender der Lebenshilfe Trier, freut sich über den Erfolg.

Trier. Es ist ein dichtes Gewusel an diesem Samstag im Garten der Porta-Nigra-Schule Trier. Mitglieder und Freunde der Lebenshilfe Trier tummeln sich auf dem Grundstück, das die Schule in der Engelstraße und die Lebenshilfe-Tagesförderstätte in der Paulinstraße verbindet. Erzieher haben für die Kinder Spielstätten aufgebaut, ein Grillstand bedient das leibliche Wohl, Verkäufer bieten Karten für die Oper "Carmen" - ein Projekt der Porta-Nigra-Schule - an, und eine Bühne steht bereit für den Auftritt von vier Bands.
Den Anfang macht die Leiendecker Bloas. "Die Bloas und die Lebenshilfe, das ist eine fest verschworene Gemeinschaft", sagt Helmut Leiendecker schmunzelnd. Es sind vor allem die Bewohner der verschiedenen Lebenshilfe-Einrichtungen, die den Trierer Mundartsänger und seine Band strahlend und mit Händeschütteln willkommen heißen. Leiendecker nimmt sich Zeit für jede einzelne Begrüßung, bis er auf die Bühne klettert.
Wie eng das Miteinander ist, zeigt sich etwas später, als die Lebenshilfe-Tanzgruppe zu den Klängen der Bloas ihr Können zeigt. Neben der Leiendecker Bloas haben sich kostenlos in den Dienst an der guten Sache gestellt: Akku-Stick, Casamento und Steff Becker, der den Abschluss macht.
Abends zuvor hatte sich eine weitere Band für die Lebenshilfe engagiert. "Mein Sohn Barry brachte mir einen Flyer mit, in dem die Lebenshilfe Akteure für ihre Aktion ,Eine Stunde für die Lebenshilfe\' suchte", erzählt Walter Kinzig, Gitarrist der Rockband Vintage 7. Jedes Jahr hat die Gruppe im Mergener Hof einen halböffentlichen Auftritt. "Da spielen wir exklusiv für unsere Freunde und Familien", sagt Kinzig. Er und der Rest der Band waren sich rasch einig, dass man mit dem Auftritt die Aktion der Lebenshilfe unterstützen werde. Am Samstag kann Kinzig nun Wolfgang Enderle, Vorstandsvorsitzender der Lebenshilfe, eine Spardose mit den Einnahmen, 230 Euro, überreichen.
Ebenfalls mit von der Partie war Comic-Zeichner Johannes Kolz. Rund 17 Angebote hatte er erhalten. Das höchste Gebot - 245 Euro - gaben drei schwäbische Paare ab. Ihr Wunsch überraschte Kolz: "Sie wollen, dass ich sie im Sommer eine Stunde lang durch die Stadt führe und ihnen mein Trier zeige."
Wie viel alle Aktionen eingebracht haben, wird sich in den nächsten Tagen ergeben. Wolfgang Enderle ist überwältigt von der großen Hilfsbereitschaft. "Wir sind zwar keine Spezialisten für das Ausrichten von Festen", sagt er. Doch wenn Stimmung und Resonanz immer so gut wären wie bei diesem Frühlingsfest, stünden die Zeichen doch deutlich auf Wiederholung. flo