Viel Hitze und ein Baum aus Malaysia

Ohne Reifen rollt kein Auto. Also sind sie ganz wichtige Bestandteile des Autos. Lucky hat beim Reifenhersteller "Dunlop" in Wittlich nachgefragt, wie ein Reifen entsteht.

 Reifen über Reifen: In Wittlich hat die TV-Leseratte Lucky erfahren, wie Reifen hergestellt werden. Foto: Dunlop

Reifen über Reifen: In Wittlich hat die TV-Leseratte Lucky erfahren, wie Reifen hergestellt werden. Foto: Dunlop

Trier/Wittlich. (mkl) Ist das heiß! Als Lucky zu Besuch beim Reifenhersteller "Dunlop" in Wittlich ist, schwitzt die kleine Leseratte ganz schön. Das liegt aber nicht nur an den sommerlichen Temperaturen, sondern auch daran, dass die vielen Maschinen, die zur Reifenherstellung benötigt werden, ganz viel Hitze abgeben. Doch es ist in der Fabrik bestimmt nicht so heiß wie in Malaysia. Warum Lucky plötzlich an das asiatische Land denkt, obwohl er doch gerade im Wittlicher "Dunlop"-Werk vor sich hinschwitzt? Ganz einfach: In Malaysia wächst der "Hevea-Baum", und wenn man seine Rinde einschneidet, tropft Latex-Milch heraus. Diese Milch kann man natürlich nicht trinken, aus ihr wird Kautschuk, ihr kennt es als "Gummi", gemacht. Und Gummi wiederum braucht man, um Reifen herzustellen. In der Reifenfabrik wird also dieser Gummi aus Malaysia zusammen mit einer streng geheimen Rezept-Mischung aus verschiedenen Chemikalien, Ruß und Öl in riesigen und ganz schön lauten Maschinen weiterverarbeitet. Der Ruß ist übrigens schuld, dass der Reifen schwarz ist, und außerdem sorgt er dafür, dass alle Teile gut zusammenhalten und der Reifen lange rollt.

Aber der Reifen besteht nicht nur aus Gummi, hat Lucky in Wittlich gelernt. Nein, da sind auch Stoff-Fäden und dünne Stahldrähte drin. Diese Drähte werden zwischen zwei Gummischichten gepresst. In der nächsten Maschine werden mit Druck und ganz viel Hitze alle Teile fest zusammengepresst, bis unsere Leseratte endlich auch den Reifen erkennen kann. Er hat dann auch schon seinen "Fußabdruck", das Profil. Das ist ganz wichtig, wenn man auf Regen oder Schnee fahren muss - so ähnlich wie bei Winterschuhen: Wenn deren Sohlen ganz glatt wären, würdet ihr ständig ausrutschen. Und so ist das auch bei den Reifen. Zum Schluss werden die fertigen Reifen noch durchleuchtet. Es wird geschaut, ob sie "gesund" sind, also einen Riss haben, oder ob unterwegs vielleicht was in die "Mischung" gefallen ist, was da nicht reingehört. Unser Reifen aber, den Lucky quasi bei seiner Geburtsstunde beobachtet hat, ist einwandfrei. Der geht jetzt bestimmt ganz bald auf weite Fahrt! Neben "Dunlop" in Wittlich gibt es noch einen großen Reifenhersteller in unserer Region: Auch im Werk von "Michelin" in Trier werden Reifen gemacht.

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