Viel Kultur für Groß und Klein
Trier · Die Kulturstiftung Trier blickt auf ein erfolgreiches Jahr mit tollen Projekten zurück. Beim diesjährigen Stiftertag resümierte man über die Projekte und dankte den Förderern - mit Live-Einlagen von Florence Absolu und einer Olewiger Geigenklasse.
Trier. "Kultur beginnt im Herzen eines jeden Einzelnen" - so lautet ein Zitat von Johann Nepomuk Nestroy, das sich die Kulturstiftung Trier zum Motto gemacht hat. Beim siebten Stiftertag in der Staatlichen Weinbaudomäne Trier wurde deshalb den Kulturförderern für ihr Engagement gedankt.
Als Beispiele für gelungene Förderung wurden neue sowie langjährige Projekte der Stiftung vorgestellt. "Bei vielen Kulturereignissen in Trier ist es die Kulturstiftung, die im Hintergrund eine Rolle spielt", so Dieter Linz, der durch den Abend führte. So etwa bei Ottmar Hörls Karl-Marx-Installation, die weltweit für Aufsehen sorgte und wohl jedem Trierer im Gedächtnis geblieben ist: Pünktlich zu Marx\' 195. Geburtstag wurden im Mai 500 Karl-Marx-Figuren rund um die Porta Nigra aufgestellt.
Doch nicht jedes geförderte Projekt der Kulturstiftung steht so in der Öffentlichkeit wie beispielsweise die Jahres-Musikstipendien für Kinder, von denen mittlerweile schon 100 Stück vergeben wurden. Wie sich so eine Förderung auswirken kann, demonstrierte die Geigenklasse der Grundschule Olewig, die zum Auftakt der Veranstaltung ein Ständchen zum Besten gab und für Begeisterung bei den Förderern sorgte.
"Am Beispiel der Geigenklasse sieht man, was die Kulturstiftung erreichen kann", so Harry Thiele, Vorsitzender der Kulturstiftung. "Es ist einfach toll, die Ergebnisse einer Förderung zu sehen!" Ein Höhepunkt der geförderten Projekte war eine Kooperation der Porta-Nigra-Schule mit dem Theater Trier.
Mit Hilfe von Tänzern, Schauspielern und Musikern des Theaters übten 80 Kinder der Förderschule für ganzheitliche Entwicklung Mozarts Zauberflöte ein. In zwei ausverkauften Vorstellungen durften sie ihr Stück im Theater Trier dann dem Publikum präsentieren. Das war nicht nur ein großer Erfolg für die Kinder, die Gruppe ist auch für den Junge-Ohren- Preis 2013 nominiert, der herausragende Musikprojekte auszeichnet.
Solch ein Projekt ist sicher auch Florence Absolus Hommage an den "Spatz von Paris", Edith Piaf. Absolus Piaf-Abend "L\'hymne à l\'amour" im Theater traf auf so großen Anklang beim Publikum, dass Folgetermine angeboten werden.
Zum Dank für die Unterstützung der Kulturstiftung bekamen die Gäste des Stiftertags eine musikalische Kostprobe von Florence Absolu, die einen Auszug aus ihrem Piaf-Projekt präsentierte. Die Kulturförderer freuten sich über so viele gelungene Veranstaltungen, so resümiert Harry Thiele am Ende des Abends: "Solche Themen würden wir selbstverständlich gleich wieder unterstützen!"