Viel Polizei gegen zuviel Alkohol

Viel Polizei gegen zuviel Alkohol

Ein Glasverbot auf dem Hauptmarkt und starke Polizeipräsenz sollen dafür sorgen, dass die Jecken am Weiberdonnerstag ein fröhliches Fest auf Triers Straßen feiern können.

Trier. Alljährlich bietet sich das gleiche Bild: Spätestens am frühen Nachmittag des Weiberdonnerstags stolpern vor allem Jugendliche mit glasigen Augen und deutlicher Schlagseite durch Triers Straßen. 2006 gab es bereits am frühen Nachmittag einen verletzten Polizisten, mehrere verletzte Jugendliche und junge Erwachsene sowie neun Festnahmen nach etlichen Schlägereien in der Innenstadt. Danach verstärkte die Polizei ihre Präsenz, seit 2008 gilt auf dem Hauptmarkt ein Glasverbot. Mit Erfolg: Zwar kommt es immer noch jährlich zu mehreren leichten Körperverletzungen und Rangeleien und bis zu einem Dutzend volltrunkene Jugendliche müssen in Gewahrsam genommen oder ins Krankenhaus gebracht werden. Aber schlimme Schlägereien, Verletzungen oder Unfälle haben die Sicherheitskräfte seit 2007 nicht mehr vermeldet.

Damit das auch diesmal so bleibt, setzen Polizei und die Ordnungskräfte der Stadtverwaltung, die Jugendämter in Stadt und Kreis und die Bundespolizei gemeinsam auf starke Präsenz und Kontrollen:

Am Donnerstag dürfen auf den Trierer Hauptmarkt, dem Zentrum des bunten Treibens, keine Glasflaschen, Gläser, Krüge oder Tassen mitgebracht werden. So sollen der Alkoholkonsum und das Verletzungsrisiko durch Scherben eingedämmt werden.

Das Glasverbot wird an allen Zugängen zum Hauptmarkt kontrolliert, die Sicherheitskräfte durchsuchen bei Verdacht Taschen und Rucksäcke. Wer auf den Hauptmarkt will, muss verbotene Behälter in bereitstehende Mülleimer werfen.

In Geschäften und Kneipen setzt die Polizei per Kontrollen das Jugendschutzgesetz durch: Es ist absolut verboten, jeglichen Alkohol - auch Bier, Sekt oder Wein - an Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren auszugeben. Schnaps und schnapshaltige Getränke - zum Beispiel Biermischgetränke mit Branntwein - dürfen erst an Erwachsene ab 18 Jahren verkauft werden.

Besonders am Hauptbahnhof, in der Treviris-Passage und in der Innenstadt will die Polizei das Alter von Jugendlichen kontrollieren, die mit Alkohol unterwegs sind. Angetrunkene Kinder und Jugendliche, oder solche, die mit verbotenen Alkoholika angetroffen werden, bringt die Polizei in die Polizeidirektion. Dort informieren Mitarbeiter des Jugendamtes die Eltern, kümmern sich um die Betrunkenen und organisieren gegebenenfalls ärztliche Hilfe.

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