Viele Besucher, ein großes Problem
Nicht nur den Anwohnern, sondern auch den Einzelhändlern rund um die Arena Trier bereitet die Parksituation Sorgen. Die Arena-Betreibergesellschaft will sich auf TV-Anfrage nun mit den Betroffenen zusammensetzen.
Trier. Vollgestopfte Anliegerstraßen, Anwohner, die im Wohngebiet rund um die Halle mit ihren Autos ihre Häuser nicht mehr erreichen können. In der vergangenen Woche hatte der TV über das Park-Chaos berichtet, das Besucher vor allem bei Großveranstaltungen in der Arena Trier hinterlassen. Eine Nachfrage bei der Stadt ergab, dass im Frühjahr Schilder am Verteilerkreis aufgestellt werden, die die Besucher zu den offiziellen Parkplätzen leiten sollen. Auch die Geschäftsleute, deren Läden in der Umgebung der Arena liegen, haben Probleme mit dieser Situation. Steffen Kathe, Geschäftsführer vom "PC Spezialist" in der Castelfortestraße: "Etwa eine Stunde vor einer Veranstaltung geht nichts mehr. Innerhalb von fünf Minuten ist unser Parkplatz voll." Die Folge: In dieser Zeit bleiben die Kunden aus. "Das sind Umsatzeinbußen, die wehtun." Zudem sei der Parkplatz regelmäßig so verschmutzt und voller Müll, dass er auf eigene Kosten gereinigt werden müsse. Die Möbelfundgrube stellt den Arena-Besuchern indes ihre 200 Parkplätze außerhalb ihrer Öffnungszeiten zur Verfügung. Die Arena nimmt dafür zwei Euro Gebühr pro Auto, im Gegenzug räumen die Arena-Mitarbeiter anschließend auf dem Parkplatz wieder auf. Problematisch sei die Situation allerdings bei Veranstaltungen, die mit den Geschäftszeiten kollidieren, sagt ein Mitarbeiter. Dann sei der Parkplatz so voll, dass Kunden oft keinen Platz mehr fänden.Steffen Kathe wünscht sich in erster Linie ein Gespräch mit der Castel Trier GmbH, der Betreibergesellschaft der Arena. Ein Brief im November 2007, in dem er Geschäftsführer Wolfgang Esser über die Situation informierte, blieb allerdings unbeantwortet. Auf TV-Anfrage erklärte sich Esser gestern bereit, ein Gespräch mit Anwohnern und Geschäftsleuten zu führen. "Wir sind uns der Probleme bewusst. Uns ist natürlich daran gelegen, sie zu beseitigen. Deshalb werden wir die Betroffenen zeitnah einladen, um über die Situation zu diskutieren und gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen." Meinung Das Machbare ausloten Na also: Es geht doch! Die Zeit ist schon lange reif, dass sich Beteiligte und Betroffene rund um die Arena zusammensetzen, um nach Lösungen zu suchen. Allen muss dabei klar sein, dass ein hundertprozentig zufriedenstellendes Ergebnis wohl nicht zu finden ist. Dennoch ist eine Diskussion über die jetzige Situation unumgänglich. Denn auch wenn sie nicht vollständig entschärft werden kann, so dürfte ein Gespräch zumindest für gegenseitiges Verständnis sorgen: Die Arena-Betreiber können darlegen, wo für sie die Grenzen des Machbaren liegen, die Betroffenen haben nicht länger das Gefühl, mit ihren Sorgen auf taube Ohren zu stoßen. Ein an der Betreibergesellschaft Beteiligter sollte dabei allerdings nicht vergessen werden: Auch die Stadt Trier wäre gut beraten, sich an der Diskussion zu beteiligen. r.schaal@volksfreund.de