Viele neue Freunde und ein eingespieltes Team

Viele neue Freunde und ein eingespieltes Team

Knapp 100 neue Mitglieder innerhalb eines Jahres und eine Menge Projekte, die der Förderverein des Stadttheaters Trier mitangeschoben, unterstützt und finanziell bezuschusst hat: So sieht die Bilanz der "Gesellschaft der Freunde des Trierer Theaters" aus.

Trier. Auf ein erfolgreiches Jahr konnte Hiltrud Zock, Vorsitzende des Theater-Förderveins Trier, bei der Mitgliederversammlung im Foyer des Stadttheaters zurückblicken. Und für 2013 gab sie sich ausgesprochen optimistisch.
Bevor Hiltrud Zock, die den Verein seit Dezember 2010 als erste Vorsitzende der "Gesellschaft der Freunde des Trierer Theaters e.V." führt, zur Tagesordnung kam, gab sie der neuen Pächterin des Theaterbistros Gelegenheit, sich in dieser Runde vorzustellen.
Seit Beginn der Spielzeit 2012/13 führen Richard und Martina Illien die Gastronomie im Stadttheater. Das Ehepaar, das auch den benachbarten "Handelshof" betreibt, hat nicht allein bei Tischen und Stühlen einiges verändert. Eine wesentliche Neuerung in der Bewirtung des Publikums besteht darin, wie Martina Illien betonte, dass das Theaterbistro auch nach den Vorstellungen geöffnet ist. Auch die regelmäßig angebotene Live-Klavier-Musik nach den Vorstellungen erfreue sich immer größerer Beliebtheit.
Das gilt zweifellos auch für den Förderverein des Theaters. Zählte er zum Ende 2010 rund 150 Mitglieder, waren es ein Jahr später bereits 200. Weitere 93 Theaterfreunde sind inzwischen dem Förderverein beigetreten. Für Hiltrud Zock ist dies ein eindeutiges Zeichen, "dass es gelungen ist, durch verstärktes Marketing und gezielte Öffentlichkeitsarbeit den öffentlichen Fokus auf das Theater zu lenken und die Menschen zu motivieren, diese Einrichtung zu unterstützen".
Große Aufmerksamkeit und Sympathie habe dem Theater und dem Förderverein auch das im Herbst vergangenen Jahres erstmals außerhalb des Theaters veranstaltete Theaterfest auf dem Kornmarkt gebracht. An einem Stand hatten Vertreter des Kuratoriums über die Aktivitäten des Vereins informiert und neue Mitglieder geworben. Bei dieser Gelegenheit sowie in den folgenden Tagen und Wochen seien darüber hinaus zahlreiche Gespräche mit potenziellen Geld-Spendern für die "Narrenschiff"-Produktion geführt worden. 10 000 Euro waren nach einem Zeitungsbericht und dem mit vereinten Kräften gestarteten Spendenaufruf von Theater, dem Künstler Bodo Korsig, verantwortlich für das Bühnenbild des "Narrenschiffs", Tanztheaterchef Sven Grützmacher und dem Förderverein durch private und Firmenspenden zusammengekommen.
Ein Beispiel, das nach Einschätzung Zocks auch für weitere Produktionen - etwa die Veranstaltungen der "Weltmusik"-Reihe - durchaus Schule machen könne. Finanzielle Zuschüsse gewährten die Theaterfreunde unter anderem auch für die Tanztheaterproduktion "Chagall", Referentenhonorare für das Theatercafé und die Regieduelle, die Produktion der "Rampenfieber"-Sendung im Offenen Kanal sowie Druckkosten der Infoflyer zum Schülerfestival oder Plakate zur Aladin-Aufführung.
Bei der laut Satzung vorgesehenen Neuwahl des Vorstands sprachen die Mitglieder dem bisherigen Gremium erneut einstimmig ihr Vertrauen aus. So bleiben Hiltrud Zock erste Vorsitzende, Ulrich Dempfle ihr Stellvertreter, Remigius Kühnen Schatzmeister und Susanne Rendenbach Schriftführerin. red

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