Vielfalt für Trier und Deutschland

Vielfalt für Trier und Deutschland

48 Menschen haben ihre Einbürgerungsurkunden erhalten. Die Brüder Dmitry und Simeon Melz erzählen, warum sie sich für die deutsche Staatsbürgerschaft entschieden haben.

Trier 48 Männer, Frauen und Kinder aus den verschiedensten Ländern haben sich im Rokokosaal des Kurfürstlichen Palais versammelt, um von Oberbürgermeister Wolfram Leibe ihre Einbürgerungsurkunden zu erhalten. Zusammen mit Freunden und Angehörigen feierten die Neubürger den Erhalt der deutschen Staatsbürgerschaft.
Leibe betonte, dass die Einbürgerung ein wichtiger Schritt sei, um Trier zu einer vielfältigen und weltoffenen Stadt zu machen. In seiner Rede hob er die Möglichkeiten und Freiheiten hervor, die mit der deutschen Staatsbürgerschaft einhergehen. Besonders im Einklang mit Europa können die Neubürger Vorteile genießen, wie zum Beispiel das freizügige Reisen innerhalb der Mitgliedstaaten. Dennoch erinnerte der Oberbürgermeister auch an die Rechte und Pflichten der neuen Staatsbürger und appellierte an alle, sich politisch zu beteiligen und an Wahlen teilzunehmen.
Die Gründe, sich für eine deutsche Staatsbürgerschaft zu entscheiden, sind mannigfaltig. Die Gebrüder Dmitry und Simeon Melz kommen aus Russland und haben sich aus mehreren Gründen für die deutsche Staatsbürgerschaft entschieden. Beide haben hier in Deutschland ihr Abitur gemacht und möchten später auf dem Arbeitsmarkt ihr volles Potenzial entfalten. Außerdem ermöglicht ihnen die deutsche Staatsbürgerschaft, ihre Verwandten in der Ukraine zu besuchen, was beiden Brüdern bisher mit der russischen Staatsbürgerschaft verwehrt blieb. Dmitry fügt hinzu: "Wir freuen uns darüber, hier in Deutschland unsere Freiheit zu genießen, und identifizieren uns mit den demokratischen Werten, die hier geschätzt werden."
Letztendlich ist es eine Mischung aus unterschiedlichen Aspekten, die zur Annahme der deutschen Staatsbürgerschaft führen.
Als das musikalische Ensemble des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums die deutsche Nationalhymne anspielt und sich die 48 Neubürger von den Sitzen erheben und anfangen zu singen, wird klar, dass für Einigkeit und Recht und Freiheit auch Vielfalt eine besondere Rolle spielt.

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