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Vier Trierer träumen von den Bühnen der Welt

Trier. Seit ihrer Gründung vor zweieinhalb Jahren hat sich die Trierer Deutschrockband Resomus einen Namen gemacht. Nun haben die vier Jungs ihr zweites Mini-Album "Völkermord" herausgebracht. Anne Hieronimus

Trier. Sie wollten keine der zahlreichen Coverbands in Trier und Umgebung werden, sondern lieber eigene Songs schreiben: So spielten die vier Jungs der Trie rer Deutschrockband Resomus erst in kleinen Clubs und Cafés. Allmählich machten sie sich einen Namen. Ihren bisher erfolgreichsten Auftritt hatten sie im September 2012 als Vorband von Schandmaul - Deutschlands derzeit erfolgreichster Mittelalter-Folk-Rock-Band.
Die Geschichte von Resomus beginnt bei Frontmann und Bassist Danny Reeves (33), der 2009 sein Soloprojekt Einklang startete. Er brachte auch eine eigene EP mit dem Titel "Meine Welt" in Umlauf. EP steht für Extended Play und ist eine noch aus Schallplattenzeiten stammende Bezeichnung für ein Format zwischen Single und Album.
Über diverse Internetforen stießen 2010 und 2011 die übrigen drei Bandmitglieder hinzu: Joshua Scherer (21) an der Leadgitarre, Philipp "Phil" Theisen (29) an der Rhythmusgitarre und Johannes Fettes (27) am Schlagzeug. Inspiration schöpfen die Jungs aus Trier aus der Musik von Bands wie Nirvana, Metallica, Korn und Farin Urlaub. "Ich bewundere Farin. Er macht alles gleichzeitig", sagt Philipp. "Gitarre, rocken, back vocals - genau wie Adrian Smith von Iron Maiden. Und das, ohne Frontmann der Band zu sein."
Die neue, zweite EP der vier Trierer, "Völkermord", besteht aus lyrischen Lebensweisheiten und ausdrucksvollen Songs. "Wir sind rockiger, härter und schneller geworden." Das Lieblingsstück von Danny Reeves und Johannes Fettes heißt "Spiegel der Seele". "Das ist eine Mischung aus ruhigen und härteren Rock elementen. Es beschreibt ein Opfer und gleichzeitig seine Wut. Eine gute Mischung", sagt der Frontmann. "Ich finde ,Einraster\' am besten", sagt Philipp Theisen. "Das Stück hat tolle Parts und geht richtig ab. Das Thema und die Struktur sind sehr alternativ." "Völkermord" ist der härteste Song des Albums und Joshua Scherers bevorzugter Track. "Er beinhaltet eine klare Aussage, ein sozialkritisches Thema wird angeschnitten."
Die Musik ist derzeit ihr Hobby. Scherer studiert Lehramt in Landau, Fettes ist gelernter Servicetechniker, Theisen absolviert sein Referendariat als Lehrer im Saarland und Reeves ist Kaufmann im Einzelhandel. Aber alle vier träumen von der großen Karriere: "Wo wir uns in zehn Jahren sehen? Auf den großen Bühnen der Welt mit einem Publikum, das unsere Lieder mitgrölt!" Resomus würden gern mit Rammstein, Korn und Iron Maiden auftreten. Danny Reeves lacht: "Man wird ja auch mal träumen dürfen." Der Frontmann ist für das Komponieren und Schreiben der Songs zuständig: "Mein Kopf explodiert regelrecht vor Ideen." Joshua Scherer fügt hinzu: "Er bildet sozusagen das Grundgerüst, das von uns geformt wird."
Resomus treten am 6. April in Tom\'s Musikkeller in Enkirch auf. Weitere Informationen: www.resomus.de