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Viez-Jupp erhält Ehrenporz der Viezbruderschaft Trier

Heimat : Große Ehre: TV-Kolumnist Viez-Jupp erhält Ehrenporz der Viezbruderschaft Trier

Große Ehre für TV-Kolumnist Viez-Jupp: Die Viezbruderschaft Trier verleiht ihm ihre Ehrenporz wegen seiner Verdienste um das Trierer Lebenselexier.

Manch einer glaubt ja, dass es Viez-Jupp in Wirklichkeit gar nicht gibt. Das sind meist die Menschen, die auch bezweifeln, dass Viez gesund ist und schön macht. Manch anderer ist aber auch felsenfest davon überzeugt, den Jupp schon in der Kneipe getroffen zu haben - meistens nach dem siebten, achten Viez. Wahr ist: TV-Kolumnist Viez-Jupp ist ziemlich kamerascheu und - klar, als Rentner -  vielbeschäftigt.

So kann der Trierer zu seinem großen Bedauern auch nicht dabei sein, als ihm die Trierer Viezbruderschaft die Ehrenporz verleiht, „obwohl meine Frau Bärbel schon ein neues Kleid bestellt und extra einen Friseurtermin ausgemacht hatte“, verrät Jupp dem TV.

Vertreten lässt er sich von TV-Chefredakteur Thomas Roth und Lokalchefin Rebecca Schaal. Sie nehmen die Porz und die Urkunde von Bruderschafts-Präsident Hanspitt Weiler und Vi(e)zepräsident Helmut Haag gerne entgegen. Besondere Ehre: Es ist seit 2010 erst die vierte Porz überhaupt, die von der Bruderschaft verliehen wird. Die weiteren Besitzer sind die Viezbruderschaft selbst, Porzproduzent Walter Plein und der Verein Viezstraße.

Und warum Viez-Jupp? “Hän hat möt seinem Engaschemeng bewiesen, datt hän fier dat äringste Trierer Lewenselexier, dä Viez, seit millijuune Jaohren ebbes ganz besonneres Guudes duut“, steht es auf der Urkunde geschrieben, die von Haag verlesen wird (und wer das jetzt nicht verstanden hat, der hat in seinem Leben offenbar noch nicht genug Zeit in Trierer Kneipen verbracht).

„Die großen Trierer Feste, die Stadtpolitik, Theater im Theater, die Trierer Verkehrsprobleme - du schaffst es immer wieder, bei jedem Thema spätestens zum Schluss irgendwie zum Viezpörzchen zu kommen, ein echtes Autoren-Naturtalent“, lobt Präsident Weiler in seiner Laudatio. Eigentlich ein perfekter Kandidat für die Mitgliedschaft in der Trierer Viezbruderschaft. Weiler: „Aber da du leider so sehr auf Anonymität bestehst, kommt das dann doch nicht in Frage.“

Bewerben können sich Interessierte übrigens nicht: Ein zukünftiges Mitglied muss von zwei Viez­brüdern vorgeschlagen werden, die anderen müssen geschlossen zustimmen. Eine Eigenschaft sollte jedes Mitglied selbstverständlich mitbringen: die Liebe zum Viez. So heißt es in der Satzung des Vereins: „Das oberste Ziel des Vereins ist diese traditionelle Stellung des Viez, seine Herstellungsverfahren, das Brauchtum rund um den Viez und der dazugehörigen Viezporz für die Allgemeinheit zu erhalten und auszubauen.“

Und weil Viez-Jupp das aus Äpfeln gewonnene Getränk nun wirklich heiß und innig liebt, hat er sich den 25. August ganz dick im Kalender angestrichen. Dann feiern die Viezbrüder das vierte und traditionell sehr gut besuchte Trierer Viezfest, bei dem auf dem Domfreihof viele verschiedene Viezsorten probiert werden können.

 Der Mann, der Viez liebt und Kameras hasst: TV-Kolumnist Viezjupp.
Der Mann, der Viez liebt und Kameras hasst: TV-Kolumnist Viezjupp. Foto: TV/Werhan, Michael

Angestoßen wurde vor einer TVBetriebsführung mit den rund 20 Viezbrüdern natürlich auch noch, und zwar mit Viezsekt aus Hatzenport an der Mosel. Auf dein Wohl, Jupp!