Viez-Jupp

Als ich meinem Kumpel Pitter aus der Eifel bei unserem Viezabend erzählt habe, dass das Casino an unserem schönen Kornmarkt demnächst schon wieder dichtmacht, hat der mich nur ziemlich ratlos angeguckt. Wie, Casino? Ob ich jetzt unter die Roulette-Spieler gegangen wäre oder beim Blackjack auf die 21 setze, weil ich alter Heini ja sonst nix mehr mit 21 abkriegen würde und meine Bärbel ja auch nicht mehr die Jüngste sei?, fragte er.

Wenn das die Bärbel gehört hätte, die hätte dem Pitter eine gewatscht. Aber das eigentliche Problem bei meinem Eifeler Viezkumpel liegt darin, dass der mal wieder keine Ahnung hat: Denn unser Casino ist kein Spielcasino. Das ist ein Veranstaltungsraum - vom Poppens ihrem Ingo und Haags ihrem Simon betrieben. Wenn er das gewusst hätte, wär er auch mal da reingegangen, sagte der Pitter. Vielleicht war das nicht nur Pitters Problem. Der Name verwirrt ja auch. Na ja, zu spät. Das Casino ist bald zu. Jetzt müssen wir uns was überlegen. Ja, richtig, wir. Denn ich steige da jetzt ein. Vielleicht mit dem Pitter zusammen. Zumindest, wenn wir eine Idee für das Räumchen haben. Mir schwebt was in Richtung Viezmuseum mit eingebetteter Viezkneipe vor. Oder einfach mal irgendwas abseits der Schickimicki-Kultur. Was für uns eingefleischte Trierer, so mit Trierer Musik und Trierer Viez. Mal sehen, was das Jahr so bringt. Beim nächsten Viezabend diskutieren wir weiter. Bis dahin,