Viez-Jupp

Jessesmaria! Da meine ich\'s gut, praktiziere Nächstenliebe und fahre an Mariä Himmelfahrt mit dem Bus in die Stadt. Den Parkplatz, den ich frei lasse, kann ja einer der multimilljuunen Trier-Fans aus Belgien, Luxemburg, Frankreich oder dem Saarland nutzen.

Doch mit dem Fluch der guten Tat hab ich am Freitag nicht gerechnet, sondern mein personennahverkehrstechnisches Waterloo erlebt. Der Bus kommt mit Verspätung. Okay, kann passieren. Ebenso, dass er bis auf den letzten Sitzplatz besetzt ist. Genau den blockiert eine ältere Dame mit ihrer Einkaufstasche und tut so, als ginge der Trubel drumherum sie nix an. Dann wundere ich mich, warum der Bus an jeder Station anhält, obwohl niemand ein- oder aussteigt. Bis ich merke, dass ein Mann mit seinem Rucksack immer wieder an den Halteknopf kommt. Dann will eine Studentin samt Fahrrad einsteigen, was zu einer hitzigen Diskussion mit zwei Müttern mit Kinderwagen führt. Mit allen an Bord geht\'s weiter. Die Krönung: Eine zusteigende Frau stellt - na so was?! - fest, dass zum Busfahren ja ein Ticket nötig ist. Und das kostet Geld. Ihr Kleingeld, das sie in aller Seelenruhe zusammenkratzt, reicht nicht, der Fahrer kann keinen Hunderter wechseln, also steigt sie wieder aus. Die Verspätung ist nun so groß, dass ich meinen Umsteigebus verpasse. Wie gut, dass ich nicht Richtung Stammtisch unterwegs war. Es hätte eine Katastrophe geben können: Ich wäre zu spät gekommen! Prost! Weitere Kolumnen unter <%LINK auto="true" href="http://www.volksfreund.de" class="more" text="www.volksfreund.de"%>