Viez-Jupp

Heut ist ja alles auf Englisch. Bubbletea zum Beispiel.

Heißt, wörtlich übersetzt: Blasentee. Aber anders als in dem Heißgetränk, das mir die Bärbel immer braut, wenn mir unten rum zu kalt geworden ist, im Bubbletea nicht Brennnessel und Schachtelhalm drin. Sondern Zucker, Zuckersirup und ein bisschen Tee. Und statt in gänzlich unmodernem Grünbraun leuchtet Bubbletea in Rosa, Pink und Orange. Darin schwimmen dann noch Kugeln mit Maracuja-, Mango-, Grapefruit- oder Erdbeergeschmack aus: Zuckergelee. Voriges Jahr waren die Kalorienbomben bei der Jugend dermaßen angesagt, dass in Trier die Bubbletea-Läden aus dem Boden schossen wie Pilze im Herbst: Gleich fünf Läden wollten auf der Geschmackswelle mitschwimmen. Boba Queen, BoboQ und Fantasiaz sind darin allerdings schneller ertrunken, als die Geleebläschen in den Mündern der trendigen Kids platzen konnten. In der Fahrstraße, in der Trier-Galerie und am Pferdemarkt hat es sich seitdem ausgebubbelt, die Läden sind dicht. Wer den Trend noch für sich entdecken will, hat nur noch in der Treviris-Passage und im Alleencenter die Gelegenheit dazu. Häme liegt mir ja fern. Aber: Mit Viez wäre das nicht passiert! Der hat bis jetzt noch jeden Trend überstanden. Prost! www.volksfreund.de/kolumne

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