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Viezjupp für den 2. Januar 2021

Kolumne : Jupp und Bärbel auf Reisen

Bärbel und ich in trauter Zweisamkeit. Das hat es schon lange nicht mehr gegeben. Aber an Silvester taten wir das, was wir schon lange nicht mehr gemeinsam getan haben. Wir schmiedeten Pläne für unsere Zukunft.

Nach einem Raclette mit allen Schikanen – selbst gemachten Dips von Bärbel, köstlichem zarten Rindfleisch und zwei Kilo handgepellten Kartoffeln – sowie einigen Porzen Viez räusperte ich mich und sagte: „Bärbel. Es ist an der Zeit. Wir müssen reden.“

So plauderten und plauderten wir, bis kurz vor zwölf. Wir verpassten dadurch alle Schlagersendungen im Fernsehen, den Klassiker Diner for one, den ulkigen Mr. Bean und die legendäre Silvester­episode von Ein Herz und eine Seele mit meinem Liebling, Ekel Alfred. Aber das machte nichts. Bärbel und ich planten für das Jahr 2021. Was? Ja, was wohl? Die Zeit nach Corona: einen Urlaub in der Normandie, da gibt es so wunderbaren Cidre (zu Deutsch: Viez). Samt unseren Enkelkindern. Naja, zumindest mit zweien. Bärbel will nach Verona in die Arena, zur Oper Aida. Und nach Wien will sie auch, einen gewissen Jonas Kaufmann treffen. Keine Ahnung, wer das wieder ist. Der muss ein berühmter Sänger oder so was sein. Aber, das hat sie mir versprochen, ich dürfe in Wien so viel Viez trinken, wie ich will. Ich hoffe nur, die Sache hat keinen Haken. Dann reaktiviere ich mein Jahresticket bei der Eintracht Trier. Die werde ich dieses Jahr richtig anfeuern. Wäre doch gelacht, wenn sie es nicht wieder in die Dritte Liga schaffen würden. Natürlich sind alle meine Viezkumpel mit dabei. Auf 2021, meine Freunde. Euer Jupp.